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Yandex verzichtet auf Link-Bewertung beim Ranking

Links, Links, Links – das sind die Ranking-Faktoren, die bei der Suchmaschinenoptimierung eigentlich entscheiden. Nicht selten hatte man den Eindruck, dass viele SEOs die Bedeutung der On-Page-Optimierung zwar immer wieder anführen, dass sie aber eigentlich selbst nicht so richtig daran glaubten.
Obwohl es immer wieder Probleme mit Link Spam gibt, setzt Google weiterhin auf die Verlinkung als Signal dafür, ob eine Website für das Suchwort passt und ob sie relevant ist. (wie z.B. die MOZ Reports regelmäßig zeigen). Je mehr relevante Links aus dem Themenbereich, desto höher rankt die Website für das Suchwort. Das gilt für alle Websites – ganz gleich, ob es sich um z.B. um einen Online-Shop oder ein Info-Site handelt.

Link-Spam wird wertlos

Die russische Suchmaschine Yandex hat bei seinem Ranking-Konzept diesen Pfad der einheitlichen Bewertung verlassen. Seit März 2014 verzichtet die Betreiber in einigen Sparten bei kommerziellen Websites (in der Region Moskau) darauf, Links beim Ranking einzubeziehen. Grund dafür ist, dass gerade bei kommerziellen Websites im russischprachigen Raum die meisten Links purer Spam sind, so Yandex Head of Web Search Alexander Sadovsky kürzlich in einem Interview.

Userverhalten wird stärker einbezogen

Stattdessen setzt  Yandex auf die Analyse des Userverhaltens. Sadovskys Meinung nach wird diese Entscheidung zur Folge haben, dass sich die russischen SEOs nun mehr auf Inhalte, Usability und SEM konzentrieren werden, was dem User zu Gute kommen wird. Das ist zwar nicht ganz abwegig, aber schon kleine Analysen zeigen, dass etwa eine transparente Navigation Vorteile bringt, dass aber auch über den Listen-Platz entscheidet, ob man bei Yandex Werbungskunde ist, oder nicht. Ob das die bessere Strategie ist? Noch dazu wird bereits spekuliert, dass sich die Spam-Links-Verkäufer nun umorientieren auf die Manipulation des Userverhaltens….

 

 

Aktuelle Suchmaschinenzahlen – quer durch die Kontinente

Lateinamerika fest in  Google-Hand

Das sind deutsche Verhältnisse in Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Argentien, Chile und Venezuela: 90% Marktanteil für Google (Quelle: comscore.com). Interessant ist hier der 2. Platz: Weder Yahoo! noch Bing liegen direkt hinter Google, sondern Facebook! Ja, die kommunikativen Lateinamerikaner eben….

Ballmer bricht Lanze für Bing

Die aktuellen Suchmaschinenzahlen aus den USA bringen News, die einen aufhorchen lassen:  Bing hat nach den neuesten Veröffentlichungen von comscore im Juni 2011 die besten Ergebnisse aller Zeiten erzielt – allerdings nicht auf Kosten von Google. Bing ist bei den Aktionären ziemlich unbeliebt, denn die Suchmaschine hat den US-Konzern ziemlich finanziell belastet. Aber CEO Steve Ballmer verteidigte Bing vor kurzem sehr vehement:

Bing is a service that is probably amongst the things I’m most excited about at Microsoft, most excited. When I say that to our shareholders, and they go look at our financial reports, and they notice that we lose a lot of money, they asked me, “Why are you so excited?” Because there’s a lot in Bing that I think represents the future of information technology.

Mal schauen, was die Zukunft bringt. Ballmer setzt auf  sprachliche Verbesserung, um Suchmaschinen direkt zu steuern (“The truth of the matter is, (…) search engines nothing really understands verbs today. We only understand nouns”) und natürlich auf Facebook.

Süd-Korea bleibt auf dem Sonderweg

Wenn Sie ein Land suchen, wo Google die Nase nicht unbestritten vorne hat, sind Sie in Süd-Korea richtig. Den Markt beherrscht die Südkoreanische Suchmaschine “Naver“, ein Portal, das 1999 gegründet wurde. Woran es liegt, dass Google hier nicht wirklich punkten kann? Vielleicht liegt’s an der Sprache, wie bei Yandex – vielleicht aber auch an der südkoreansichen Kultur, die sich mehr auf Vorschläge von anderen verlässt als auf trockene Algorhitmen. kamsamnida.

Hier geht’s zum Überblick über die aktuellen Suchmaschinenzahlen im 2. Quartal 2011.

Wie rankt Yandex? Internationale Suchmaschinentrends

Die russische Suchmaschine Yandex ist in Russland die populärste Suchmaschine . Mit deutlich über 60% weit vor Google, lässt sie den Suchmaschinengiganten weit zurück und ist damit das einzige europäische Land (zur Situation von Seznam in Tschechien), dessen Suchmaschinenmarkt nicht von Google dominiert. Gerade eben verkündete Yandex ein Umsatzplus von 43%  für das Jahr 2010.

Doch liegt die Überlegenheit von Yandex wirklich nur in der komplexen russischen Sprache? In dem Blog “Russian Search Tipps”  werden Funktionsweisen und Besonderheiten erklärt:

  • Yandex hat seinen eigenen Such-Algorithmus (seit September 2010 “Obninsk“), dieser basiert auf über 1000 Ranking-Faktoren. Die wichtigesten Faktoren sind Alter, unique Content und qualitative Backlinks.
  • Ein zusätzlicher Faktor ist das Geo-Targeting. Yandex unterscheidet Suchwörter in Ortsabhängige oder unabhängige. Sucht man beispielsweise nach „Friseur“ (ein anhängiges Suchwort) ein, werden die Suchergebnisse automatisch an die Region des Suchenden (ermittelt durch die IP) angepasst. Die Adressdaten entnimmt Yandex der Website. Dies erfordert gesonderte SEO-Maßnamen, damit die Website z.B. nicht der falsche Region zugeordnet wird.
  • Anzeigen kann man bei Yandex auch aufgeben, dafür gibt es den Dienst Yandex Direct . Hier kann man genau wie mit dem Google Adword Tool das Suchvolumen unterschiedlicher Schlüsselwörter checken.

Wie es sonst aussieht: Aktuelle Zahlen zum internationalen Suchmaschinenmarkt.

Suchmaschinen International – aktuelle Zahlen

Yandex: Die Erfolgsstory hält an

Barfußgehen, E-Gitarre-Spielen und Hängematten – Suchmaschinenmacher scheinen eine ganz eigene Arbeitsatmosphäre zu brauchen.  Hier werden nicht die Arbeitsbedingungen von Google – sondern von der russischen Nr. 1 Yandex beschrieben. Das russische Portal bleibt weiterhinauf Erfolgskurs und hegt Erweiterungsideen in Richtung Kasachsten, Weißrussland und Ukraine.

Aber Bewegungen bei den Nutzungszahlen internationaler Suchmaschinen sind auch für das 3. Quartal nicht zu vermelden – der Kuchen scheint im Augenblick verteilt zu sein.

Internationale Suchmaschinentrends: Yandex hat Pläne, Google gibt in China klein bei

Die Zahlen für das 2. Quartal 2010 bringen keine Überraschungen. In den USA und Deutschland bleibt es ruhig: Der Kuchen ist verteilt.  In den USA sieht es wenigstens ein bißchen nach ganzen Kuchenstücken aus: Google hält hier nur 2/3 des Marktes, die Yahoo Sites kommen immerhin noch auf 18%.  In Deutschland bleiben den Google-Konkurrenten nur ein schmales Segment (knapp 11%). In Großbritannien ist die Vorherrschaft von Google noch deutlicher und liegt bei über 90%.

Yandex wird international aktiv

In Russland hingegen hat Yandex noch einmal zugelegt und dominiert den russischen Suchmaschinenmarkt mit 66% eindeutig. Es gibt allerdings sehr aktuelle Gerüchte, dass dem Unternehmen Konkurrenz von Staatsseite aus erwächst. Der russische Staat soll Pläne haben, eine eigene Suchmaschine zu entwickeln. Abwerbeaktionen haben schon stattgefunden und Investitionssummen von 100 Millionen Dollar stehen im Raum.

Natürlich wolle Yandex ein internationaler Akteur werden, unterstreicht Marketing Direktor Andrey Sabrant in einem Interview. Ob das gelingt, lässt er allerdings offen. Yandex indexiert nach eigenen Angaben seit 2 Jahren ausländische Websites und bietet jetzt einen Suchfilter für lateinische Buchstaben an und ist damit für den westlichen Markt kompatibel.  Die Qualität der Suche von yandex.com halten einige Fachleute für sehr gut. Vielleicht werde ich hier einige Tests fahren.

Niederlage für Google in China

Google gibt dem Druck der chinesischen Regierung nach und schaltet die automatische Umleitung auf die unzensierte Google-Hongkong-Seite für User aus China ab. Mit dieser Methode hatte Google seit März versucht, die Zensur in China zu umgehen. Doch jetzt griff die chinesische Regierung ein und drohte, die Internet-Content-Provider-Lizenz von Google im Juni nicht zu verlängern – mit Erfolg. Allerdings können chinesische User immer noch mit einem Klick auf die Hongkong-Seite zugreifen. Noch.

Gleichzeitig bläst der chinesische Konkurrent Baidu zum Angriff und kündigt an, ab Juli im Silicon Valley auf Mitarbeitersuche zu gehen. Vor allem die Video-Suche scheint das chinesische Unternehmen zu interessieren. Ob es dabei allein den chinesischen Markt im Auge hat oder doch zumindest nach Japan drängt? Hier bleibt es weiterhin sehr spannend.