SEO-Tools zur Bewertung von Websites
Wie beurteile ich die Stärke meiner Website im organischen Bereich von Google? Diese Frage stellen sich Website-Betreiber oft im Zuge von Suchmaschinenoptimierungsmaßnahmen. Die Antworten darauf sind zahlreich – aber nicht alle sinnvoll. Die „Website Boosting“ hat das Thema in der September/Oktober-Ausgabe aufgegriffen, mit einigen simplen Erkenntnissen:
- Der PageRank ist veraltet, er basiert zum Großteil auf Zufallsdaten.
- Der AlexaRank ist überholt, da er sich nur nach dem Traffic einer Seite richtet.
- Tools wie Seitenwert.de oder Seitenreport.de bewerten nach unwichtigen Kriterien, nicht nach dem Inhalt einer Seite.
Die Lösung bieten ganz anderen Metriken, die die Sichtbarkeit einer Website beurteilen.
Wer sieht mich? Der Sichtbarkeitsindex
Wer die Stärke und Reichweite seiner Website berechnen möchte, sollte sich eher auf den Sichtbarkeitsindex verlassen. Je besser Google eine Seite findet, desto höher der Sichtbarkeitswert. Außerdem zählen Ranking-Position und Suchvolumen. Ziel des Sichtbarkeitsindexes ist, den organischen Traffic in absoluten Zahlen zu spiegeln.
Verschiedene SEO-Tool-Anbieter ermitteln kostenlos, wie sichtbar eine Website in den Suchmaschinen ist. Für die Berechnung zu empfehlen sind die Tools:
- Sistrix bildete als erstes den Sichtbarkeitsindex ab, war unter den deutschsprachigen Tools der Vorreiter
- SEOlytics liefert auch Informationen zu Keyword-Rankings und Ranking-Verteilungen
- Searchmetrics zeigt auch den Verlauf der letzten zwölf Wochen und einige Keyword-Rankings an
- Sichtbarkeitesindex.de ermöglicht den Vergleich mit anderen Websites
Die Anbieter liefern kostenlose Daten, allerdings nur bis zu einem bestimmten Grad. Wem es um den reinen Sichtbarkeitswert geht oder den Vergleich mit anderen Websites, der ist mit den kostenfreien Metriken gut beraten. Soll die Analyse tiefer gehen, lohnt sich entweder der Griff in den Geldbeutel oder die Starterversion von SEOlytics. Diese ist mittlerweile komplett kostenfrei erhältlich, wie wir bereits berichtet haben.
Ganz egal welcher Anbieter zum Einsatz kommt: Vergleiche sollten nur innerhalb einer Metrik gezogen werden – also SEOlytics nicht Searchmetrics gegenüberstellen. Ein solcher Vergleich wird keine authentischen Ergebnisse liefern, da die Tools unterschiedlich vorgehen.
Vertrauen ist gut. Der TrustRank
Google beurteilt Websites auch anhand ihrer Backlinks. Wer von Google gefunden werden will, braucht vertrauenswürdige, hochwertige Backlinks von sogenannten Trust- oder Authority-Sites. Wie vertrauenswürdig die eigene Seite aktuell eingestuft wird, ermittelt der kostenfreie Open Site Explorer von SEOmoz. Dieser berechnet
- die Domain-Authority, die Stärke einer Domain
- die Page-Authority, die Stärke einer Unterseite
Der Vorteil: Mithilfe von SEOmoz ist schnell herausgefunden, ob ein Link wertvoll ist oder nicht, ob er sich also als Backlink für die eigene Website eignet.
Wie viel Besuch bekomme ich? Der Traffic
Sichtbarkeitsindex und TrustRank sind nicht alles. Der Erfolg der SEO-Aktivitäten hängt auch maßgeblich mit dem organischen Verkehr auf einer Website zusammen. Um die Stärke einer Website zu beurteilen sollten die Betreiber also die Besucherzahlen organischer Suchergebnisse analysieren. Aufschluss darüber geben alle modernen Webanalyse-Tools wie zum Beispiel Google Analytics. Welche Positionierung eine Website bei Google hat und ob SEO-Maßnahmen erfolgreich sind, lässt sich damit am besten berechnen.
Die Mischung macht’s
Ein Kriterium allein gibt keinen authentischen Aufschluss über den SEO-Erfolg einer Website. Betreiber sind gut beraten, wenn sie zum einen bestens mit ihren eigenen Daten vertraut sind und sich zum anderen nicht nur auf Sichtbarkeitsindex, TrustRank oder Traffic allein verlassen. Die Kombination der verschiedenen Analyse-Tools spiegelt am ehesten die Stärke einer Website.


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