Tag Archiv: Keyworddichte

Wie wichtig ist die Keyworddichte?

Sie war einmal das Ein und Alles der Suchmaschinenoptimierung: die Keyworddichte. Heute ist sie nur noch Top-10 der SEO-Mythen ganz oben zu finden, denn inzwischen herrscht in der SEO-Welt annähernd Konsens darüber, dass die Dichte eine beinahe zu vernachlässigende SEO-Größe ist. Allerdings sollte man die Keyword-Dichte nicht ganz aus dem Bewußstein streichen, denn die Menge und Verteilung der Schlüsselwörter in einem Text kann doch die Suchmaschinen-Position beeinflussen, wie Karl Kratz in seinem Onlinemarketing-Blog zeigt:

  • Schlüsselwort-Abstand (Proximity und Anti-Proximity)
  • Schlüsselwort-Verteilung innerhalb des Dokuments
  • Häufung des Schlüsselworts in besonderen Bereichen
  • Einsatz des Schlüsselworts in SEO-relevanten Bereichen wie Title-Tag, Description, Überschriften, Fettschrift, Listen, Bilder, Fliesstext und Links
  • Einsatz artverwandter Schlüsselwörter zur “Festigung” des Textes mit Blick auf die personalisierte Suche

Im seomoz-Blog wird außerdem auf die vermeintlichen Erfolge mit einer bestimmten Keyworddichte eingegangen:

„Yes, adding additional instances of a keyword term or phrase to a page might indeed help your rankings, […] but that does not mean that the keyword density average you’ve been using is accurate or that engines leverage the metric.“

Das optimieren eines Textes unter prozentualen Gesichtspunkten kann demnach zwar zur erwünschten Verbesserung des Rankings führen – der Erfolg beruht jedoch nicht hauptsächlich auf dem Anteil der Keywords. Vielmehr werden die anderen Faktoren unbewusst berücksichtigt.

SEO zwischen Gerücht und Realität – Deutschlands wichtigste SEOs räumen mit einigen Mythen auf!

Mit voller Absicht und dem festen Vorsatz, die Mythen aus der Welt der Suchmaschinenoptimierung aus der Welt zu räumen, haben sich vier von Deutschlands wichtigsten SEOs auf dem Search Engine Strategies Congress in Berlin getroffen.

Und es ging – wie Andreas von SEO.at berichtet – gleich ziemlich zur Sache.

Johannes Beus von Sistrix bestritt die Bedeutung der Top-Level-Domain für die Wertigkeit der URL. Es mache keinen Unterschied, ob eine Domain auf *.de, *.com oder *.org ende.

Alan Webb (Abakus)  begrub die Textoptimierung und rief die Off-Page-Optimierung zur allein selig machenden SEO-Maßnahme aus. Die Keyworddichte sei völlig irrelevant, behauptete er.

Als zweites nahm er sich die Linkquantität vor. Tausende von Links schlechter Qualität werden von wenigen hochwertigen Links locker überholt. Zum Schluss entmystifizierte er die Textlinks – und damit vor allem die Linktexte. Auch “hier” oder die URL sei völlig in Ordnung.

Heiko Eckert von bigmouthmedia wollte nichts mehr von sprechenden URLs wissen und Marcus Tandler (Creativity in Action) entkräftete den Mythos vom Google-Bowling: Starke Seiten vom Index zu kicken, sei gar nicht so einfach.

Im Anschluss kamen noch zahlreiche Mythen-Entkräftigungsanfragen … Nicht immer waren sich die Experten einig, ob sie einen wahren Kern haben oder völlig ungültig sind.

Ob einzelne Experten wirklich Mythen zerstören können? Auf jeden Fall sind die teilweise provokanten Thesen einer genaueren Untersuchung zu unterziehen, sonst laufen sie Gefahr selbst zu Mythen zu werden ….

Keyworddichte – je mehr desto besser?

Eine neue Nachricht, die allen Online-Autoren die Haare zu Berge stehen lässt:  Der Verdacht, dass eine hohe Keyworddichte bei Google zum besseren Ranking führt, scheint sich zu bestätigen. Johannes Beus von sistrix.de hatte vor Kurzem einen Test zur Keyworddichte durchgeführt:

Zum einen ist die Keyworddichte klar ein Rankingfaktor. Mehr ist hier gleich besser, ein Limit nach oben scheint es in (sinnvollen) Grenzen erstmal nicht zu geben.

Sebastian Erlhofer hat die Versuchanordnung optimiert,  mögliche Fehlerquellen beseitigt und kommt – ja, zum selben Ergebnis:

Viel hilft scheinbar viel. Bei den Hash-Tests war die Keyworddichte „am Anschlag“ mit 10 %. Höhere Testdichten gab es dort nicht. Die optimale Keyword-Dichte bei einem natürlichsprachigen Text liegt rein analytisch betrachtet bei 19,9 %.
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