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Ein Monat Panda-Update

Vor einem Monat hat das Google-Panda-Update Deutschland erreicht. Gespannt hat die SEO-Welt gewartet, welche Auswirkungen der neue Algorithmus auf die Rankings haben wird und vor allem, was die Veränderungen für die SEO-Arbeit bedeuten. Nach jeder Menge Fachsimpelei im Vorfeld und Beobachtung der Auswirkung im englischsprachigen Bereich, bleiben große Überraschungen in Deutschland auch nach einem Monat aus.

Die Verlierer des Panda-Update überraschen nicht

Sistrix hatte die Verlier des Panda-Updates schon schon am Tag seines Inkrafttreten zusammengestellt. Die Ergebnisse überraschen heute wie damals wenig. Schon im Februar, als das Panda-Update auf die englischsprachigen Seiten losgelassen wurde, gab es „die“ großen Verliererseiten. Dazu gehörten vor allem Vergleichsseiten und Seiten mit keinem eigenen Content, sie verloren im Google-Ranking. In Deutschland sind ähnliche Seiten betroffen. Kein Wunder, verfolgte Google doch hierzulande wie auch für die englischsprachigen Seiten dasselbe Ziel, nämlich den Benutzern qualitativ hochwertige Suchergebnisse zur Verfügung zu stellen. Die offizielle Stellungnahme aus der Google-Webmaster-Zentrale lautet:

Seit vielen Monaten haben wir uns verstärkt darauf konzentriert, unseren Benutzern qualitativ hochwertige Websites als Ergebnis zu liefern. Anfang des Jahres haben wir das “Panda”-Update für alle weltweiten englischsprachigen Suchanfragen eingeführt. Heute führen wir diese Maßnahmen fort, indem wir unsere algorithmischen Verbesserungen der Suche in verschiedenen Sprachen einsetzen.

Mehr Content, weniger SEO

Google hat mit Panda also die Spielregeln geändert. Und wenn Google die Spielregel ändert, dass müssen die Mitspieler, die online publizieren, ihr Verhalten ändern? Ich behalte nach fast einem Monat noch immer die Ruhe. Wer seinen Content weiterhin in erster Linie für die Leser schreibt und aufbereitet, hat – wie es im Moment aussieht – nicht viel zu befürchten. Wirft man einen Blick auf die weiteren Tipps zur Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte, so mögen zwar konkrete Handlungsanweisungen fehlen, aber es finden sich doch Kriterien, die man bei der täglichen Arbeit berücksichtigen oder eben nicht berücksichtigen kann. Inhaltliche und formelle Richtigkeit, Einzigartigkeit und Informationstiefe, das sind Kriterien, die sich vielmehr aus der Content-Strategie als aus der SEO-Strategie ableiten. Gute Nachrichten also für all die, die sich in der Vergangenheit die Mühe gemacht haben, wirklich hilfreichen, gut aufbereiteten, fehlerfreien Content für den User zu produzieren. Für sie könnte sich Panda also noch als echter Glücksfall herausstellen. Wir werden sehen, ob es so kommt, bis dahin heißt es: abwarten und die Ruhe bewahren.

PageRank – mal wieder im Fokus

Inzwischen ist der PageRank so oft totgesagt und dann wieder als Geheimtipp gehandelt worden, dass man nur noch eines sicher weiß: Eine objektive Einschätzung des PageRank ist wohl nicht möglich – das Verhältnis zu ihm ist für viele SEOs ein sehr emotionales: Die Äußerungen reichen von  Liebesgeständnissen  (“Ich liebe den PageRank. Und freue mich dass er lebt.”) bis hin zu Boykott-Aufrufen (“Vergesst endlich den PageRank“).

Aktualisierungen werden genau beobachtet

Aber ein Indiz dafür, dass der PageRank doch noch nicht so nebensächlich ist, sind die Reaktionen auf die Google PageRank-Aktualisierungen. Sie werden auch von hochrangigen Experten diskutiert und eingeordnet. In diesem Jahr gab es nach längerer Pause drei Aktualisierungen, davon zwei kurz hintereinander. Die größte “Sensation” bei der Aktualisierung Ende Juni war, dass die Google-Website “google.com” von der Höchstnote 10 auf 9 gefallen war. (Hat sich jetzt aber wieder erholt.)

Twitter PageRank zeitweise bei 0 – eine Strafe Googles?

Auch der Twitter PageRank ist zeitweise auf 0 gefallen (und steht jetzt wieder auf der alten 9). Hier gab es Spekulationen, dass das eine manuelle Abstrafung sei, weil es vertragliche Uneinigkeiten zwischen Twitter und Google gäbe. Zeitweise war vor kurzem die Google Realtime-Suche, bei denen die Twitter-Ergebnisse eine wichtige Rolle gespielt haben, sogar abgeschaltet. Doch es scheint so, dass die Reibungen zwischen Twitter und Google beim PageRank-Verlust keine Rolle gespielt haben. Vielmehr waren technische Probleme (Twitter hatte unter anderem Schwierigkeiten mit der robots.txt und den HTTP Status codes) die Ursache.

Googles aktuelle Meinung zum PageRank

Google selbst schätzt die Bedeutung des PageRank als nicht sonderlich hoch ein. Google-Expertin Susan Moskwa hat vor kurzem im offiziellen Google-Blog den Webmastern geraten, sich nicht zu sehr auf den PageRank zu konzentrieren, denn dessen Bedeutung sei inzwischen von anderen Faktoren überholt worden:

(…) the Webmaster Central team has been telling webmasters for years that they shouldn’t focus so much on PageRank as a metric for representing the success of one’s website (…)

Ihre Vorschläge, was man statt des PageRanks besser im Auge behalten sollte:

  1. Conversion Rate – sie ist für Susan Moskwa eine Messzahl, die enger mit dem Erfolg der Website verknüpft ist als der PageRank: Denn der PageRank sei schwieriger zu messen und könne darüberhinaus auch hoch oder runter gehen, ohne einen Einfluss auf das Geschäft zu haben.
  2. Die Absprungrate: Was nütze es einen hohen PageRank zu haben, wenn die Besucher die Website sofort wieder verlassen?
  3. Click-through-Rate (CTR): Hier zeigt sich, wie sehr sich die Seite in der Trefferliste von den anderen Ergebnissen abhebt. Hier zeigt sich die gute Arbeit bei der Beschreibung des Content und den HTML-Tags.

Klingt schon überzeugend, aber die Messwerte, die Susan Moskwa nennt, sind vor allem intern von Bedeutung und werden von den Website-Betreibern selbst ermittelt. Der PageRank hat die Aura einer “objektiven Messzahl” – das Ergebnis kommt von Schiedsrichter Google – das wird wohl immer für einen gewissen Einfluss sorgen.

Aktuelle Suchmaschinenzahlen – quer durch die Kontinente

Lateinamerika fest in  Google-Hand

Das sind deutsche Verhältnisse in Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Argentien, Chile und Venezuela: 90% Marktanteil für Google (Quelle: comscore.com). Interessant ist hier der 2. Platz: Weder Yahoo! noch Bing liegen direkt hinter Google, sondern Facebook! Ja, die kommunikativen Lateinamerikaner eben….

Ballmer bricht Lanze für Bing

Die aktuellen Suchmaschinenzahlen aus den USA bringen News, die einen aufhorchen lassen:  Bing hat nach den neuesten Veröffentlichungen von comscore im Juni 2011 die besten Ergebnisse aller Zeiten erzielt – allerdings nicht auf Kosten von Google. Bing ist bei den Aktionären ziemlich unbeliebt, denn die Suchmaschine hat den US-Konzern ziemlich finanziell belastet. Aber CEO Steve Ballmer verteidigte Bing vor kurzem sehr vehement:

Bing is a service that is probably amongst the things I’m most excited about at Microsoft, most excited. When I say that to our shareholders, and they go look at our financial reports, and they notice that we lose a lot of money, they asked me, “Why are you so excited?” Because there’s a lot in Bing that I think represents the future of information technology.

Mal schauen, was die Zukunft bringt. Ballmer setzt auf  sprachliche Verbesserung, um Suchmaschinen direkt zu steuern (“The truth of the matter is, (…) search engines nothing really understands verbs today. We only understand nouns”) und natürlich auf Facebook.

Süd-Korea bleibt auf dem Sonderweg

Wenn Sie ein Land suchen, wo Google die Nase nicht unbestritten vorne hat, sind Sie in Süd-Korea richtig. Den Markt beherrscht die Südkoreanische Suchmaschine “Naver“, ein Portal, das 1999 gegründet wurde. Woran es liegt, dass Google hier nicht wirklich punkten kann? Vielleicht liegt’s an der Sprache, wie bei Yandex – vielleicht aber auch an der südkoreansichen Kultur, die sich mehr auf Vorschläge von anderen verlässt als auf trockene Algorhitmen. kamsamnida.

Hier geht’s zum Überblick über die aktuellen Suchmaschinenzahlen im 2. Quartal 2011.

Meine ersten Eindrücke von Google+

Mit Google + greife ich heute hier ein Thema auf, das eigentlich mit Suchmaschinenoptimierung nicht direkt zu tun hat – aber weil’s von Google kommt…Und weil es wohl auch ein Erfolg ist, wie die Umfrage von Gretus bei seo-united auch zeigt: Fast die Hälfte der Nutzer sind der Meinung, dass sie Google+ in Zukunft in vollem Umfang nutzen werden.

Eine hohe Zahl, wenn man berücksichtigt, dass das wahrscheinlich auf Kosten der sonst so beliebten Facebook-Aktivitäten gehen wird. Das zeigen auch die User-Zahlen vom Facebook-Friend-Exporter: Am 9. Juni knapp 6 000 User (Quelle), am 4. Juli bereits über 22 000 User.  Mit dem Facebook-Friend-Exporter kann man seine Freunde von Facebook (nach Google+) exportieren.

Vorweg. Mir gefällt’s auch. “I like” würde man sagen. Beeindruckend ist, wie komplett Google dieses plus gebaut hat. Fast Dinge, die ich aus Facebook, Twitter und Foursquare schätze ist hier vereint. Wir haben alle lange nach Tools gesucht, die das Posten in den diversen Plattformen vereinfacht - aber dieser Weg ist viel charmanter: Einfach eine neue Plattform bauen!

Fotos, Standorte, Postings – alles in einem. Die Zukunft kann man sich schon ausmalen: Dokumente zeitgleich bearbeiten und teilen. Öffentliche Nachrichtenquellen und Unternehmen hinzufügen und das Mail-Programm ist auch schon da. Klingt doch toll.

Die Ausgabe der eigenen Posts einfach steuern ist mit den Circles gut möglich. Das scheint bei den meisten Usern mit Abstand das beliebteste Feature zu sein, wie die Umfrage zeigt.  Und mit Sparks ergibt sich die Chance Themen zu folgen, unabhängig vom Autoren. Folgt man den Ideen von +Dirk Baranek dann könnte Google+ auch noch Plattformen wie Posterous ablösen. Klingt doch toll.

Meine Bedenken…. Ich stelle bereits jetzt fest, wie schnell Google die Daten aus dem Web eindeutig mir zuordnen kann. Daraus lassen sich für die Zukunft natürlich Profile erstellen und die sind sicherlich für viele Anwendungen spannend – ob die immer zu unserem Wohl sein werden? Klingt nicht so toll – aber vielleicht lässt sich hier noch was ändern.

Neues von der Trefferliste: Welche Positionen werden geklickt?

Klar Platz 1 bei Google ist unbestritten der SEO-Himmel,  aber was ist mit den restlichen Plätzen, sind sie so viel schlechter als die Top-Position? Das ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Dazu habe ich in dem Beitrag “Trefferliste welche Plätze werden geklickt“  die wichtigsten Ergebnisse der Studien und Untersuchungen  zusammengetragen. Jetzt gibt es  neue Zahlen, die ich auch kurz vorstellen will. Optify entwickelt Software für das Realtime Marketing und hat im Dezember 2010 Suchanfragen aus ihrer Datenbank ausgewertet.  Mit folgenden Resultaten (der Median ist robuster als der Durchschnitt gegenüber Ausreißern):

Die Klickraten nach der Optify-Studie

Nur kurz zum Vergleich die Zahlen, die 2006 AOL (aus Versehen) bekannt gegeben hat.  Die Unterschiede sind nicht augenfällig. Also: alles beim Alten!

Nicht uninteressant dagegen die anderen beantworteten Fragen der Studie:

  1. Die Seite 1 der SERP ist mit einer durchschnittlichen Klickrate von 8,9% wesentlich höher zu bewerten als die Seite 2 mit einer Klickrate von gerade mal 1,5%.
  2. Bei teuren (bezogen auf die Google AdWords-Preise)  Schlüsselwörtern werden auf der 1. Position weitaus seltener (17,1%)  geklickt als die günstigen Schlüsselwörter (31,8%).
  3. Interessant auch der Vergleich zwischen sehr beliebten Suchwörtern (mehr als 1000 monatliche Suchanfragen  in den USA) und Longtail Suchwörter (weniger als 100 monatliche Suchanfragen  in den USA). Die beliebten Suchwörter profitieren stärker von der Topposition (Klickrate bei 31,9%) als die Longtail Suchwörter (25% Klickrate bei Position 1). Auch die Auswertung der anderen Positionen zeigt: Auf Suchwörter mit sehr hohem Suchvolumen zu optimieren, zeigt nur deutliche Verbesserungen der Klickraten, wenn es gelingt die wenigen oberen Positionen zu erobern. Anders bei den Longtail-Keywords: hier bestehen auch anderswo auf Seite 1 gute Chancen geklickt zu werden.

Silberstreif für Bing – Internationale Suchmaschinentrends

Von Konkurrenz kann man sicher nicht sprechen, aber Bing hat sich in vielen europäischen Ländern jetzt sicher auf Rang 2 etabliert.  Ein schneller Blick auf  die europäischen Nachbarn zeigt, dass ihr Suchverhalten sich kaum von der deutschen Vorliebe für Google unterscheidet: Im Gegenteil – gerade in Frankreich oder Spanien (95, 5 %) ist die “Googleisierung” noch weiter fortgeschritten als in Deutschland.

Da ist der Frust bei der Konkurrenz groß. Kein Wunder, dass jetzt unter anderem auch Microsoft bei der EU-Kommission Kartellbeschwerde gegen Google eingelegt hat.

Wer sich für den europäischen SEO-Vergleich interessiert, findet bei Sistrix interessante Informationen – die aktuellen Zahlen für das erste Quartal von 2011 über den internationalen Suchmaschinen-Markt  finden Sie auf unserer Suchmaschinenseite.

Panda-Update: Google auf der Jagd nach schlechtem Content

Alarm für Content Farmen: Mit dem aktuellen Update “Panda” bläst Google zur Jagd auf Websites mit schlechter Content-Qualität. Rund 12 % der Suchanfragen werden von dem aktuellen Update betroffen sein – also keine Randerscheinung. Abgestraft werden nicht nur reine Spam-Websites – für die Verbannung in hintere Reihen reicht es schon aus, wenn ein Teil des Contents den Google-Qualitätskriterien nicht entspricht.

Was heißt denn nach Google Content Qualität? Hier liefert Google nur eine Negativliste:

  • seichter Content (zu wenig Informationstiefe oder zu wenig Infos allgemein)
  • schlecht geschriebener Content
  • von anderen Websites kopierter Content
  • Content, der nicht nützlich ist

Google belohnt also selbst geschriebenen, nützlichen Content mit ausreichend Informationen in guter Sprachqualität.

Nur, wie will Google das messen? In einem Interview mit dem wired-magazin reißen die Google-Qualitätswächter Amit Singhal und Matt Cutts die Vorgehensweise kurz an: Zunächst wurden Tester beauftragt, Seiten als glaubwürdig oder nicht einzustufen, daraus wurde dann ein Fragenkatalog entwickelt, der die Basis eines Algorithmus bildet. Nur, welche Signale kann der Algorithmus aufnehmen? Hierzu hat Gretus von seounited.de ein paar Anhaltspunkte zusammengetragen:

  • Länge eines Textes: Zu kurz deutet auf wenig Infos hin.
  • Strukturierung eines Textes: Ganz typisch für schnell zusammengeschriebene Texte: einfach nur Fließtext ohne Strukturierung (Fettung, Überschriften, Bulletpoints).
  • Thema des Textes zu spezifisch: Spam setzt auf Longtail-Keywords, deswegen sind sie häufig auf Keyword-Phrasen optimiert.
  • Verwendung/Nichtverwendung von Keywords: Auf der einen Seite sind stupide Keywordwiederholungen ein gutes Indiz für Spam. Auf der anderen Seite zeugt das Fehlen wichtiger Begriffe aus dem Themenbereich davon, dass hier schnell ein Text ohne tieferes Verständnis für das Thema zusammengeschrieben wurde.

Das sind nur die reinen Text-Faktoren, dazu werden sicher noch andere On-und Off-Page-Faktoren hinzukommen, wie Rand Fishkin vermutet:

  • Userdaten, wie z.B. die Verweildauer auf der Seite, die Click-through-rate.
  • Analyse des Content mit Lesbarkeitsindex, Analyse der Einzigartigkeit des Content und vielleicht der attraktiven optischen Präsentation.

Die Untersuchungen der Auswirkungen, des bisher nur auf Google.com umgesetzten updates, von Rand Fishkin und Johannes Beus, zeigen noch keine einheitliche Tendenz.

Etwas vage bleibt das Panda-Update irgendwie schon. Ist es Google tatsächlich gelungen, Content-Qualität (außerhalb der Bewertung der Verlinkung)  besser messbar zu machen? Oder ist es nur “heiße Luft” wie es Martin Mißfeldt formuliert, der vermutet, dass es sich hierbei nur um eine Verschärfung bei der Ermittlung von “Duplicate Content” handelt?

Instant Previews: Bei Google viel Neues

Ob hier die User mitmachen? Es scheint, dass das liebste Betätigungsfeld der Google-Innovatoren derzeit die Trefferliste sind – hier gibt es seit Einführung der Universal Search einige Änderungen, wie etwa die Einführung der Kategorien oder die Einbindung der Universal Search in die Ergebnissseite.

Der größte Coup sind die Instant Previews – ein Klick auf die Lupe und man bekommt eine Vorschau der Website eines Suchergebnisses.

Die Vorteile liegen – nach Angaben von Google – darin, dass der User  die angezeigten Websites leicht vergleichen und sich schneller ein Bild davon machen kann, ob eine Website das Gesuchte bietet oder nicht.

Die aktuellen Schwachstellen Besonderheiten dieser neuen Möglichkeit haben die Internetkapitäne schön zusammengestellt:

  1. Seiten mit Flash-Elementen werden nicht korrekt angezeigt.
  2. Einige Seiten werden gesperrt (v.a. Pornoseiten).
  3. Man kann die Preview-Funktion nicht abschalten.

Welche Auswirkung dieses neue Feature auf das Klickverhalten hat, wurde auch schon in einer Eye-Tracking-Studie untersucht:

  • Die Lupe, das anklickbare Symbol für die Vorschau, wird oft nicht gefunden.
  • Die User schauen zwischen Treffer und Vorschaubild hin und her und überlegen,  wo sie jetzt drauf klicken müssen, um auf die Website zu kommen.
  • Die User schauen über das orangefarbene Kästchen hinweg, das Google einsetzt um auf dem Vorschaubild die mit dem Suchwort übereinstimmenden Passagen zu kennzeichnen.

Das Fazit der Studie klingt eher ernüchternd:

Google Instant Previews could change the way that users browse search engine results pages, but only if they find and become aware of the functionality.

Dabei war das Erfolgsgeheimnis von Google die Einfachheit -  im Aufbau der Suchseite und in den Funktionen: Eine Eingabemaske, unkomplizierte Suchfunktionen und eine übersichtliche Trefferliste. Das waren Gründe, warum sich Google so deutlich von seinen Konkurrenten absetzen konnte.

Für mich ergeben sich aus den Funktionen der Instant Previews zwei Fragen:

  1. Wird der User sich tatsächlich auf die neue Funktion einlassen, sie verstehen und nutzen?
  2. Auf welche Weise beeinflusst dann das  Website-Design das Klickverhalten?

Sieht so aus, also ob das Design der Website unmittelbarer Bestanddteil von SEO wird….

Suchmaschinen International – aktuelle Zahlen

Yandex: Die Erfolgsstory hält an

Barfußgehen, E-Gitarre-Spielen und Hängematten – Suchmaschinenmacher scheinen eine ganz eigene Arbeitsatmosphäre zu brauchen.  Hier werden nicht die Arbeitsbedingungen von Google – sondern von der russischen Nr. 1 Yandex beschrieben. Das russische Portal bleibt weiterhinauf Erfolgskurs und hegt Erweiterungsideen in Richtung Kasachsten, Weißrussland und Ukraine.

Aber Bewegungen bei den Nutzungszahlen internationaler Suchmaschinen sind auch für das 3. Quartal nicht zu vermelden – der Kuchen scheint im Augenblick verteilt zu sein.

Duplicate Content – Was ist das eigentlich? (3)

Duplicate Content – Was ist das eigentlich? (3)

Gedankenexperiment: Autor vs. Sliding Window

Ausgehend von unseren Annahmen über die Größe des Sliding Window suchen wir uns einen String aus, der kleiner als ein Absatz ist, aber größer als ein Satz. Folgenden String wollen wir “ent-duplizieren”:

„Genießen Sie Ihren Traumurlaub im Strandhotel auf Mallorca. Hier erwartet Sie die ganze Fülle der mediterranen Kultur und Küche.“

Modell A

Reicht es aus, wenn wir „Strandhotel“ durch „Beach-Hotel“ ersetzen? Der Theorie nach schon, denn dann gäbe es ja eine Abweichung im Sliding Window. Doch hier macht uns Google mit seinem Praxisbeispiel einen Strich durch die Rechnung: „[…] if you have a travel site with separate pages for two cities, but the same information on both pages[…]“. Ein Wort pro Absatz zu ersetzen kann also nicht die Lösung des DC-Problems sein.

Modell B

Wie steht es jedoch, wenn wir die Satz-Reihenfolge im Absatz verändern? „Hier erwartet Sie die ganze Fülle der mediterranen Kultur und Küche. Genießen Sie Ihren Traumurlaub im Strandhotel auf Mallorca.“ Und hier beginnt die Krux. Würde das Sliding Window nur die Länge eines Satzes umfassen, würde es jeweils die Entsprechung beider Sätze in den Datenbanken wiederfinden. Damit hätten wir Duplicate Content. Umfasst das Window aber beide Sätze, würde es im ersten Schritt keine Entsprechung finden.

Überlappende Suchbereiche

Aber warum führt Google die Kategorie „the same information“ ein? Hat Google hier etwa die sagenumwobene semantische Such-Engine aus der Schublade geholt? Nach langer Überlegung vermute ich, dass das Sliding Window nicht Absatz für Absatz vergleicht, sondern mit Überlappungen arbeitet.

Modell C

Meiner Theorie zufolge müsste Google, um wirklich bestimmen zu können, ob ein Text ein abgewandeltes Duplikat ist, erst Satz1 und Satz2 vergleichen, dann Satz2 und Satz3 und so weiter. Immer in der Hoffnung, den einen Satz zu finden, den der Autor übersehen hat. Um einer Abwertung wegen DC zu entgehen, müssten wir für eine annähernde Gleichverteilung der abgewandelten Stellen sorgen, um in jedem „Suchfenster“ eine Abweichung unterzubringen.

Teil 1

Teil 2