Top-Unternehmen in den USA – keine Ahnung von SEO?

Verpasste Chanchen? Die Top-Unternehmen in den USA setzten auf  “paid search” – also bezahlte Anzeigen auf Suchmaschinenseiten und vernachlässigen gleichzeitig die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Websites. Das ist das Fazit der Studie ““Natural Search Trends of the Fortune 500: Q4/2009” – auf die ich via searchengineland gestoßen bin.

Die New Yorker SEO-Agentur “conductor” hat die Sichtbarkeit der 500 umsatzstärksten Unternehmen in den USA (die Liste führt das Magazin “Fortune” – deswegen Fortune 500) in den Trefferlisten der Suchmaschinen untersucht. Eine echte Fleißarbeit, denn Millionen von bezahlten Keywords mussten herausgefiltert und fast ebensoviele Suchanfragen durchgeführt werden.

Grundfrage war: Auf welchem Listenplatz stehen die Unternehmen bei den Suchwörtern, bei denen sie auch Anzeigen schalten?

Die (auf den ersten Blick) erschütternden Ergebnisse:

  • 53% sind auf den Trefferlisten nicht auf den ersten 100 (!) Plätzen mit den Keywords vertreten,  auf die sie Anzeigen geschaltet haben.
  • In den Top 50 der Suchergebnislisten erscheinen nur 25% der bezahlten Keywords (letztes Jahr waren es  nur 17%).
  • Nur 15% der Unternehmen schaffen es mit ihrem Anzeigen-Top-Keyword ein einigermaßen akzeptables Ranking zu erzielen.

Deutliche Zahlen – und wenn man sich die Summen ansieht, die die Unternehmen für bezahlte Keywords ausgeben, kann einem schwindlig werden: 3,4 Millionen $ täglich!  Da tauchen wirklich einige Fragen auf: Sind die Unternehmen nicht darüber informiert, dass man mit einem Bruchteil der Summe sehr gute SEO-Arbeit machen kann? Haben die entsprechenden Stellen in den Unternehmen wirklich keine Ahnung von Suchmaschinenoptimierung? Oder erscheinen die bekannten Wege – nämlich Geld gegen Anzeige – einfach sicherer?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieser Befund nicht auch der SEO-Strategie der Unternehmen geschuldet ist, bei bestimmten, z.B. sehr populären, Keywords Anzeigen zu schalten und bei andern auf die organische Suche zu setzten. Das widerspricht aber der Prämisse der Studie, dass für die Unternehmen die Keywords der Anzeigen auch automatisch die sind, bei denen sie auch auf den Trefferlisten oben stehen wollen.

Was glauben Sie?

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