Wie hoch sollte mein Twitter-Budget sein?

In der Diskussion um die Höhe des Budgets für SEO und SEM Maßnahmen kam mir neulich ein Gedanke, den ich für wichtig erachte. Nehmen wir also mal an…

…ein Unternehmen investiert in die SEO-Optimierung des Webauftritts und in SEM-Maßnahmen ein branchenübliches Budget.

Nehmen wir bitte weiterhin an, dieses Unternehmen erwägt einen Einstieg in Twitter. Trotz des geringen Aufwands für Twtter benötigt das Unternehmen hierfür Ressourcen. Woher die Ressourcen nehmen?

Kann eine Reduzierung des SEM- oder SEO-Budgets ein Weg sein?

Ich denke schon. Angenommen das Unternehmen reduziert die Aufwendungen in dem Bereich und generiert mit Twitter nicht nur einen Dialog-Kanal sondern erreicht eine Erhöhung der Seitenzugriffe und gleicht das reduzierte Suchmaschinen-Engagement aus oder erhöht die Seitenzugriffe sogar.

Twitter als Ergänzung der SEO- und SEM Maßnahmen…

Ein spannender Aspekt – finde ich. Oder liege ich da falsch? Wenn in der Summe die Zugriffe das alte Niveau halten oder übertreffen?

Viellicht lohnt sich ein Blick auf text-gold und den Leitfaden Twitter für Unternehmen.

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10 Kommentare zu “Wie hoch sollte mein Twitter-Budget sein?”

  1. bn  on Juni 21st, 2009

    Hallo Saim – so sehr ich ein Promoter für Twitter bin – so sehr muss ich Dir allerdings auch widersprechen. Erstmal ist Twitter ein Dialogmedium – während SEO/SEM bei Google & Co keine Dialogfähigkeit haben. Damit wirkt Twitter aber auch ganz anders als SEO/SEM:
    SEO und SEM wirkt auf mein Google-Ranking – Google macht historische Daten sichtbar. Twitter ist über den Dialog eine Echtzeit-Interaktion – so viral sie für den Moment wirkt, so vergänglich ist sie im nächsten Moment. Sprich das sind zwei unterschiedliche Verlinkungsspielarten, die nicht substitutionell wirken, sondern nur komplementär. Mit Twitter kann ich viral einen “Linkbait” auslösen – aber nicht mit Twitter allein, es braucht hierbei immer einen “viralen Agent” – sprich ein kontroversen Blog-Post, ein Bild oder ähnliches – mit Twitter und einem guten “viralen Agent” kann ich Multiplikatoren aufmerksam machen, die das Ganze aufgreifen und wieder tweeten und im besten Fall noch kommentieren oder “trackbacken”. Der Blogpost – in einem Blog mit Rückverlinkung auf mein Unternehmensangebot – ist schon eine SEM-Maßnahme.

    Des weiteren sollte noch beachtet werden, dass wenn man Twitter nur für das Linkbaiting nutzt, dann werden sich die Follower schnell abkehren – und damit die Möglichkeiten wieder verschwinden.

    Soweit meine 2 Cents.
    Grüsse nach Stuttgart. Bjoern

  2. saim.alkan  on Juni 21st, 2009

    Hallo Bjoern!

    Danke für Deine Meinung. Und, Du glaubst es kaum – ich stimme Dir in allem zu!

    Und wenn ich das berücksichtige – also nicht rücksichtlos ein Linkbaiting betreibe sondern den Dialog pflege. Auch dann und gerade dann bringt es unglaublich viel.

    Mit dem “Nebeneffekt” (aus SEO-Sicht) einen tollen Dialogkanal aufgebaut zu haben.

    In diesem Sinne ein Gruss aus dem aufklarenden Stuttgart.

    Saim

  3. bn  on Juni 21st, 2009

    Jupp – da kann Dir dann auch wieder zustimmen ;-) – aber es ging Dir ja um das Budget. Und da glaube ich dass hier sicherlich etwas aus dem SEO/SEM Topf genommen werden kann, das wird aber noch nicht für den Twitter-Topf reichen. Zudem wird es ein Problem geben, da Twitter – richtig gemacht – wahrscheinlich eher an der Unternehmenskommunikation hängt und SEO/SEM am Online-Vertrieb. Hier sind die großen Unternehmen dann immer wieder falsch aufgestellt um in diesem neuen Medium richtig zu agieren.

    Grüsse. Bjoern

  4. bn  on Juni 21st, 2009

    und hier dann mal gleich ein Problem dieser dezentralen Social Media … einen zweiten Diskussionsstrang gibt es auf meiner Facebook-Wall: http://www.facebook.com/bnegelmann

  5. saim.alkan  on Juni 21st, 2009

    Hello Bjoern – zum zweiten.

    Da treffen wir das Thema.
    Eine zentrale Online-Redaktion und den Newsroom 2.0 – es dauert nicht mehr lange da wird diese Vision in jedem Unternehmen gelebt – da bin ich zu 100% überzeugt.

    Kommst Du am 3. Juli eigentlich zu unserer Präsentation unseres Newsroom 2.0?

  6. Joachim Lindner  on Juni 21st, 2009

    Ich halte es für falsch Twitter alleine zu betrachten. Meiner Meinung sollte man für Web 2.0 Aktivitäten ein gesamtheitliches Konzept erstellen. Bei diesem Konzept sollte man die einzelnen Tools erst mal nicht betrachten.

    Dabei sind diese Fragen meiner Meinung nach erst mal wichtiger:
    - Was will ich mit den Maßnahmen erreichen
    - Wen möchte ich erreichen
    - Wer macht das in der Firma
    - usw.

    Erst danach kann man sich Gedanken machen, welche Tools man dafür einsetzt. Das wird dann in der Regel nicht nur eins sein. Dehalb braucht man auch ein “Web 2.0 Budget”.

    Wir reden eher darüber das Budget von konventionelen Werbemaßnahmen wegzunehmen. Letztendlich sollte man seine Maßnahmen priorisieren und dann von unten her kürzen.

  7. saim.alkan  on Juni 21st, 2009

    Hallo Joachim,

    wir haben noch nie drüber gesprochen – aber was hälst Du von einer zentralen Web 2.0 Redaktion im Gross-Unternehmen und von einem Newsroom 2.0 im Unternehmen?

    Das müßte doch Wasser auf Deine Mühlen sein?

  8. Joachim Lindner  on Juni 21st, 2009

    Wir haben diese Woche darüber diskutiert, wer z.B. in einer Firma bloggen sollte. Wir sind nicht so weit gekommen, dass wir schon ein Ergebniss hätten. aber waren uns einig, dass dies in vielen Fällen durch die Fachleute erfolgen muss. Das heißt nicht durch die Kommunikationsleute. Schließlich können nur die fachlich richtig auf Kommentare reagieren.

    Wir waren uns aber auch einig, dass eine Betreuung, wie diese auch immer aussieht, durch die Kommunikation erfolgen muss.

    Dies sieht unserer Meinung nach zumindest für erklärungsbedürftige Produkte so aus. Bei einfacheren Produkten kann eine zentrale Truppe durchaus Sinn machen, allerdings ist ein bloggender CIO oder Techniker immer autentischer.

  9. bn  on Juni 21st, 2009

    Ich kann Joachim Lindner nur zustimmen – ich denke, in Zukunft ist die Marke nicht mehr nur eine leere Hülle von Versprechungen sondern was einzelne Mitarbeiter hinter dieser Marke repräsentieren. Dennoch braucht es immer noch ein Zentralorgan, welches sich für bestimmte “Issues” verantwortlich fühlt und Dinge koordiniert – und das muss sicherlich “integrativ & interdisziplinär” gesehen werden. Von daher ist ein Newsroom 2.0 sicherlich ein interessanter Ansatz.

    @saim – ich fürchte die “Besichtigung” am 03. Juli wird von meiner Seite nicht klappen.

  10. saim.alkan  on Juni 21st, 2009

    @björn

    Ich verspreche Dir einen Blogbeitrag und ein paar Bilder von der Präsentation des Newsroom 2.0 ;)

    Und wir sehen uns ja auf dem Intranet-Summit.


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