Video-SEO auf der eigenen Website

Video-SEO hat einen großen Pferdefuß: Suchmaschinen können die Inhalte nicht auswerten. Sie sind “blind” für das, was im Video zu sehen ist und brauchen Text um den Inhalt und die Relevanz eines Videos bewerten zu können. Nachdem ich die allgemeinen Fragen zu Video-SEO, die Frage nach dem Host-Ort und die Besonderheiten beim Google- und Youtube-Ranking bereits kurz angeschnitten habe, heute das Wichtigste zum Thema Video-SEO für Videos, die auf der eigenen Website gehostet werden.

Sitestruktur

  • Pro Video eine Seite und eine unique URL
  • Videos in einem zentralen Ordner unterbringen – nicht irgendwo in der Navigation ganz unten verstecken.
  • eingebettete Player verwenden, keine Pop-ups
  • Navigationslinks zum Video setzen

On-Page-Optimierung

Alle Regeln zur herkömmlichen Suchmaschinenoptimierung beachten: Title, Meta-Tags, HTML usw. mit Keywords versehen.

Auf der Seite sollten Sie auch als “Lesehilfe ” für die Suchmaschinen zusätzlichen Text zum Thema platzieren. Eine Transkription des Videos bietet sich hier an: Ein schönes Beispiel dafür sind die Videos und ihre Trankskriptionen beim “Whiteboard Friday” von seomoz.org.  Aber auch ergänzende Texte zum Thema mit den passenden Keywords informieren den Leser und geben den Suchmaschinen Hilfestellung in Bezug auf die Relevanz Ihres Videos im Bezug zum Suchwort.

Title: Ist extrem wichtig, hier muss auf jedenfall das Keyword rein. Auch gut: das Wort Video hier unterbringen, weil viele User mit “Video + Suchwort” suchen. Google “mag” es auch, wenn der Titel des Videos zu dem “title”-Tag passt.

Verlinkungen vereinfachen

Die Interaktion mit den Usern ist auf youtube sehr einfach – versuchen Sie auch auf Ihrer Website die Interaktion zu erleichtern und die Videos zu verbreiten: Erlauben Sie Kommentare und denken Sie darüber nach, einen embed code Ihres Videos anzubieten, so dass die User Ihr Video auf deren Website platzieren können.

Google Extras beachten

Stellen Sie Google eine Sitemap zur Verfügung und unterstützen Sie den Crawler beim Indexieren Ihres Videos. Informieren Sie sich regelmäßig über die Vorgaben für eine Google Video-Sitemap, denn hier ändert sich immer wieder etwas.

Einfluss haben Sie hier auch auf die Auswahl der kleinen Vorschaubildchens, das Google auf der Trefferseite präsentiert: Sehr häufig entscheiden sie darüber, ob ein Video angeklickt wird oder nicht. Viral-Video-Marketing-Experte Dan Ackerman gibt diese Faustregel vor: Das Bild muss scharf sein, denn so vermutet der User ein qualitativ hochwertiges Video und es sollte ein Gesicht oder zumindest eine Person darauf zu sehen sein.

Und hier die interessantesten Artikel zum Thema:

Video-SEO: Ranking bei Youtube und Google

Welche Faktoren das Einblenden von Videos bei Google Universal Search beeinflußen können, habe ich in dem Beitrag “Video-SEO und Universal Search: Welche Kriterien entscheiden?” bereits kurz vorgestellt.  Doch für erfolgreiches Video-SEO braucht man auch Informationen, welche Kennzeichen in die Zusammenstellung der  SERPs bei Youtube und Google für Videos einfließen, denn Youtube spielt bei der Google-Trefferanzeige für Videos eine wichtige Rolle.

Youtube-Ranking-Faktoren

  • Relevanz des Title Tags für das Suchwort
  • Zahl der “Mag-ich”-Meldungen
  • Verhältnis der “Mag-ich-Meldungen” zur Zahl der Aufrufe
  • Zahl der Aufrufe
  • Zahl der Jahre, die der Video-Einsteller bei youtube angemeldet ist
  • Zahl der Aufrufe des Channels
  • Zahl der Abonnenten
Aufschlüsselung der Youtube Ranking-Kriterien nach Bereichen

(nach: seochat.com)

Youtube verlässt sich also vor allem auf User-”Signale”, denn anders als bei der Google-Website-Suche steht youtube nur wenig Content zur Bewertung der Relevanz und der Qualität  zur Verfügung.

Die Empfehlung aus den Überlegungen lautet:

  1. Verlassen Sie sich nicht auf aussagekräftige Titel (auch wenn sie natürlich hilfreich sind)
  2. Versuchen Sie möglichst viele Aufrufe und Abonennten zu bekommen.

Warum rankt ein Video auf Google gut und auf  Youtube schlecht und umgekehrt?

fragt sich Drew Hubbard bei searchengineland.com.

Hier muss man zuerst die Frage beantworten, unter welchen Umständen ein Video bei der Universal Search erscheint.  Matt Links (Video)-Antwort: Es kommt auf die Verlinkung und den PageRank an. Wenn ein Video sehr viele Aurufe hat, ein anderes aber viele Links guter Qualität, kann es sein, dass das zweite bei Universal Search erscheint.

Hier die relevantesten Online-Faktoren für Videos (geordnet nach absteigender Wichtigkeit):

  • Informational Keyword (vs. Transactional)
  • Keyword im Namen der Video-Datei
  • Keyword im Feld „Titel“ bei YouTube
  • Keyword im Feld „Beschreibung“ bei YouTube
  • Keyword im Feld „Tags“ bei YouTube
  • Video-Format (HD, 16:9 besser als 4:3)

(Quelle: 10 x 10 Vertical Search Ranking Faktoren)

Daraus leiten sich die Empfehlungen für erfolgreiches Video-SEO bei Google  ab:

  • Nutzen Sie die wenigen Wort-Optionen, die Sie haben: Title, Description und auch die Anmerkungen). Videos, die Google anhand der Keywords zur Kategorie “informativ” zählt, haben bessere Chancen nach oben zu kommen als Videos mit werblichem Charekter.
  • Bemühen Sie sich um externe Links (vor allem mit Ankertexten, die das Schlüsselwort enthalten).

Als entscheidenden Video-Push-Faktor sowohl für Youtube als auch für Google (Universal Search) sieht Drew Hubbard die Verbreitung über Social Media:  Das erzeugt sowohl die wichtige Aktivität der community bei Youtube als auch unterstützende Backlinks für das Google-Ranking.

Neues von der Trefferliste: Welche Positionen werden geklickt?

Klar Platz 1 bei Google ist unbestritten der SEO-Himmel,  aber was ist mit den restlichen Plätzen, sind sie so viel schlechter als die Top-Position? Das ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Dazu habe ich in dem Beitrag “Trefferliste welche Plätze werden geklickt“  die wichtigsten Ergebnisse der Studien und Untersuchungen  zusammengetragen. Jetzt gibt es  neue Zahlen, die ich auch kurz vorstellen will. Optify entwickelt Software für das Realtime Marketing und hat im Dezember 2010 Suchanfragen aus ihrer Datenbank ausgewertet.  Mit folgenden Resultaten (der Median ist robuster als der Durchschnitt gegenüber Ausreißern):

Die Klickraten nach der Optify-Studie

Nur kurz zum Vergleich die Zahlen, die 2006 AOL (aus Versehen) bekannt gegeben hat.  Die Unterschiede sind nicht augenfällig. Also: alles beim Alten!

Nicht uninteressant dagegen die anderen beantworteten Fragen der Studie:

  1. Die Seite 1 der SERP ist mit einer durchschnittlichen Klickrate von 8,9% wesentlich höher zu bewerten als die Seite 2 mit einer Klickrate von gerade mal 1,5%.
  2. Bei teuren (bezogen auf die Google AdWords-Preise)  Schlüsselwörtern werden auf der 1. Position weitaus seltener (17,1%)  geklickt als die günstigen Schlüsselwörter (31,8%).
  3. Interessant auch der Vergleich zwischen sehr beliebten Suchwörtern (mehr als 1000 monatliche Suchanfragen  in den USA) und Longtail Suchwörter (weniger als 100 monatliche Suchanfragen  in den USA). Die beliebten Suchwörter profitieren stärker von der Topposition (Klickrate bei 31,9%) als die Longtail Suchwörter (25% Klickrate bei Position 1). Auch die Auswertung der anderen Positionen zeigt: Auf Suchwörter mit sehr hohem Suchvolumen zu optimieren, zeigt nur deutliche Verbesserungen der Klickraten, wenn es gelingt die wenigen oberen Positionen zu erobern. Anders bei den Longtail-Keywords: hier bestehen auch anderswo auf Seite 1 gute Chancen geklickt zu werden.

Video-SEO und Universal Search: Welche Kriterien entscheiden?

Mit der Google Universal Search und der Einbindung von Videos, Bildern und Karten an prominenten Stellen der Trefferliste spielen Videos bei der Suchmaschinenoptimierung eine besondere Rolle. Doch wie schafft man es, dass  die eigenenVideos bei der Google Universal Search eingeblendet werden? Diese interessante Frage haben sich auch die Experten von aimclear gestellt und in ihrer Studie “Video in Google & Bing Universal SERPs” die wichtigsten Faktoren herausgearbeitet.

1 Welche Plattform verspricht am meisten Erfolg?

Hier haben die Experten von aimclear in einer Studie genauer untersucht, was eigentlich schon per Stichprobe offensichtlich ist: Bei Google macht youtube eindeutig das Rennen: 84% der eingeblendeten Videos stammen von dort.

Tipp: Setzen Sie auf yotube (falls für Sie nicht die Vorteile einer Veröffentlichung auf der eigenen Website überwiegen).

2 Spielt das interne Ranking auf den Plattformen eine Rolle?

Hat also ein Video, das zu einem bestimmten Keyword bei der internen Suche auf youtube vorne erscheint, größere Chancen auch in den SERPs zu aufzutauchen? Und hier ist die Antwort eindeutig: Ja.  Beinahe 100% der Videos in den Universal Search waren beim selben Keyword auch auf der ersten Seite der internen Trefferseite zu finden.

Tipp: Hier lautet also die Empfehlung sein Video in jedem Fall für die interne Suche auf der Plattform fit zu machen!

3 Wie wirkt sich die Such-Intention aus?

Schon etwas älter ist die Studie über die unterschiedlichen Suchmotivationen (einen kleinen Überblick finden Sie hier im Beitrag Keyword-Analyse mit Struktur (1): Die Suchmotivation). Im Wesentlichen wird hier unterschieden zwischen der Suche nach Informationen, der Suche zur Navigation und der Suche mit der Absicht eine Transaktion durchzuführen. Diese unterschiedlichenen Intentionen werden in den verwendeten Suchwörtern greifbar. Und darauf scheint Google bei der Zusammensetzung der SERPs zu achten. Nach den Ergebnissen von aimclear werden bei der “informational search” in 84% der Fälle Videos angezeigt,  bei “navigational” 18% und bei der “transactional search” nur 12%.

Tipp: Bei der Konzeption darauf achten, dass man auf Keywords optimiert, die mit einer Informationssuche harmonieren. Bei Transaktions-Schlüsselwörter wie etwa “Turnschuhe kaufen”, gibt es bessere Contentformen und SEO-Maßnahmen als der Einsatz von Videos.

Aktuelle Lage im Suchmaschinenmarketing – State of Search Marketing Report 2011

Auf Basis der Antworten von 900 Teilnehmern aus 66 Ländern, gibt der State of Search Marketing Report 2011 einen Einblick in die Situation des Suchmaschinenmarketings unterschiedlicher Unternehmen. Zwar spiegelt der Report  in erster Linie die Situation in den US wider, aber die Ergebnisse können durchaus auch für Überlegungen rund um das Suchmaschinenmarketing in Deutschland interssant sein.

Aktivitäten in unterschiedlichen Sektoren

Paid Search (meist Google AdWords), Engagement in Social Media oder klassische Suchmaschinenoptimierung? Wo sind die Unternehmen am aktivsten?

Hier behält die Suchmaschinenoptimierung mit dem Ziel in der organischen Trefferliste ganz oben zustehen, den ersten Rang (86%). Aber die Abstände  zum Paid Search Marketing (79%) -  also der Schaltung von Anzeigen auf Suchmaschinen-Trefferseiten und zu Aktivitäten in den Social Media (74%) sind nicht besonders groß. Während das Engagement bei den Suchmaschinen im Vergleich zum letzten Jahr etwas zurückgegangen ist, verzeichnet das Social-Media-Marketing mit einem leichten Zuwachs von 2%.

Relevante Themen im Internet und auf dem Suchmaschinenmarkt

Welche Trends im Internet und bei den Suchmaschinen sind nach Meinung der Unternehmen wichtig und folglich im Auge zu behalten?

  1. Wachstum des mobilen Internets (40% sehr wichtig, 39% wichtig)
  2. Personalisierung der Suchergebnisse (30% sehr wichtig, 49% wichtig)
  3. Behavioral Targeting” – Zuschnitt der Werbung auf die User (29% sehr wichtig, 49% wichtig)

Zielsetzung bei der Suchmaschinenoptimierung

Was wollen die Unternehmen mit ihren SEO-Maßnahmen erreichen? Das klassische Ziel der Suchmaschinenoptimierung, nämlich die Steigerung des Traffic auf der Website, behält auch 2011 die höchste Priorität bei vielen Unternehmen (42%).  Mit Abstand an zweiter Stelle (29%)  liegt die Lead-Generierung mit einer engeren Bindung des Users zum Unternehmen. Das Verkaufen von Produkten, Inhalten oder Dienstleistungen steht nur bei knapp einem Fünftel der Unternehmen bei der Zielsetzung für die Suchmaschinenoptimierung ganz oben auf der Liste.

Rankingfaktoren 2011 – erste Daten der seomoz-Umfrage

Eine der wichtigsten Experteneinschätzungen im SEO-Bereich ist die seomoz.org-Umfrage zu den wichtigsten Ranking-Faktoren. Die Ergebnisse der Umfrage 2009 habe ich ausführlich besprochen. Jetzt hat Rand Fishkin auf der SMX München die ersten Ergebnisse der aktuellen Umfrage vorgestellt.

  1. Der Einfluss der Links hat etwas nachgelassen, wobei die reine Linkzahl nicht so wichtig ist wie die Link-Diversität. Ziel solllte es also sein, Links von möglichst vielen, unterschiedlichen Websites zu bekommen.
  2. Bei den On-Page-Faktoren zeichnet sich der Trend ab, dass längere Dokumente besser bewertet werden und Keywords sowohl im Title-Tag als auch im Text möglichst weit vorne vorkommen sollten.
  3. Social Media wird als ernsthafter Rankingfaktor eingeschätzt. Wobei Facebook mehr Einfluß haben soll als Twitter. Und die Popularität von Webseiten in den Social Media wird auch von den meisten Experten als der Rankinkgfaktor der Zukunft bewertet.

Ich bin wirklich  gespannt auf die ausführliche Auswertung von seomoz.org – gerade im  Social Media Bereich gibt’s in Sachen SEO viel zu lernen!

Silberstreif für Bing – Internationale Suchmaschinentrends

Von Konkurrenz kann man sicher nicht sprechen, aber Bing hat sich in vielen europäischen Ländern jetzt sicher auf Rang 2 etabliert.  Ein schneller Blick auf  die europäischen Nachbarn zeigt, dass ihr Suchverhalten sich kaum von der deutschen Vorliebe für Google unterscheidet: Im Gegenteil – gerade in Frankreich oder Spanien (95, 5 %) ist die “Googleisierung” noch weiter fortgeschritten als in Deutschland.

Da ist der Frust bei der Konkurrenz groß. Kein Wunder, dass jetzt unter anderem auch Microsoft bei der EU-Kommission Kartellbeschwerde gegen Google eingelegt hat.

Wer sich für den europäischen SEO-Vergleich interessiert, findet bei Sistrix interessante Informationen – die aktuellen Zahlen für das erste Quartal von 2011 über den internationalen Suchmaschinen-Markt  finden Sie auf unserer Suchmaschinenseite.

SEO und Conversion Rate Optimierung

Auf den ersten Blick scheinen sie wie die beiden Seiten einer Medaille:  Suchmaschinenoptimierung und Conversion Rate Optimierung (CRO) sollten sich ergänzen. Doch in der Praxis scheinen sich beide Disziplinen nicht sonderlich zu vertragen, so überschreibt Kate Morris ihren Artikel über SEO und CRO mit “Bürgerkrieg“.

Wie man die Maßnahmen von SEO und CRO so aufeinander abstimmt, dass sie sich ergänzen und verstärken wurde im seomoz.org-Blog vor kurzem eindrücklich erläutert. Doch bevor ich auf die Feinheiten näher eingehe, hier erstmal die grundsätzlichen Unterschiede:

Konfliktpotential

  • Grundsätzliche Frage -  Was ist wichtiger: möglichst viele Besuche oder möglichst gewinnbringende Besuche?
  • Änderungen zur Steigerung der Conversion Rate können sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken.
  • manche technischen Anforderungen des CRO stehen SEO entgegen: So haben Flash-Seiten in der Regel eine höhere Conversion
  • Rangstreitigkeiten: Wo wird im Unternehmen mehr Potential gesehen? Wo soll das Budget hinfließen?

Keyword-Analyse mit Struktur (3): Die inhaltliche Kategorisierung

In letzter Instanz ist die inhaltliche Kategorisierung von Keywords ein sinnvoller Schritt, um in Analyse und Optimierungsprozess den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Denn neben den bereits genannten Aspekten kann die inhaltliche Kategorisierung ein absoluter Fortschritt für die Analyse sein – und dies in qualitativer und zeitlicher Hinsicht. Diese inhaltliche Kategorisierung lässt sich insbesondere bei Produkten anwenden, ein Verfahren, das Richard Baxter bei seomoz.org näher erklärt:

„Welche verschiedenen Eigenschaften kann die Suche nach etwas beinhalten?“
•    Marke: Beispiel: „Audi“
•    Ort: Beispiel: „Hamburg“
•    Attribut: Beispiel: „schwarz, gebraucht“
•    Aktualität: Beispiel: „Hochzeit“ (bei diesem Beispiel jedoch hinfällig)
•    Aktion: „kaufen“
Ordnet man die zu optimierenden Inhalte in solche Kategorien ein, hat dies einen ganz entscheidenden Vorteil: Man umgeht die unendliche Suche nach Assoziationen. „Habe ich jetzt an alles gedacht? Fällt mir noch mehr zu dem Thema ein?“

Diese Fragen kann man sich dank inhaltlicher Kategorisierung sparen – und Kategorie für Kategorie abarbeiten. Von schwarz bis weiß, von alt bis neu, von extravagant bis billig, von Nord bis Süd. Immer die Frage im Blick: „Was sind die Kerneigenschaften der zu optimierenden Seite?“. Dank der inhaltlichen Kategorisierung deckt man also das Spektrum von möglichen Keywords so breit wie möglich ab und erleichtert zugleich die Suche nach den besten Phrasen-Keywords.

Keyword-Analyse mit Struktur (2): Die grobe oder die konkrete Suche

Versuche ich bei der Optimierung mit einem gängigen Keyword die Masse zu schlagen oder suche ich mir ein weniger gängiges, aber spezifischeres Keyword? Das ist die Gretchenfrage bei der Keyword-Auswahl: Shorttail oder Longtail?
•    Shorttail: Beispiel: „Schuhe“
•    Midtail: Beispiel: „Frauen Schuhe“
•    Longtail: „Nike Free Run Frauen Laufschuhe“

„Longtail“ ist hier aber – wie oft fälschlicherweise getan – nicht immer gleichzusetzen mit der Länge der Keyword-Kombination. Es geht vielmehr um die Häufigkeit der Suchanfragen und die Präzision des Keywords. Dass diese aber oft auch mit längeren Phrasen einhergeht, ist logisch. Ein Longtail Keyword kann aber auch schlicht und einfach „Rastersondenmikroskop“ sein – bestehend aus nur einem Wort, jedoch seltener gesucht, dafür auch mit weniger Konkurrenz.

Das Für und Wider bei einer Optimierung auf Longtail- oder Shorttail-Keywords  muss man abwiegen und sich immer wieder die Frage stellen: Wer sind meine größten Konkurrenten und kann ich mit einem massentauglichen Keyword tatsächlich an ihnen vorbei? Oder bringt es mir mehr, diejenigen abzuholen, die schon konkreter suchen?

Ein Anhaltspunkt für die Antwort auf die Fragen kann die Auswertung der bisherigen Suchanfragen sein, wie sie Longtail-Fan Avinash Kaushik vorschlägt: Untersuchen Sie mit welchen Wörtern und Wortkombinationen Sie sehr häufig gefunden werden (die 10 erfolgreichsten Keywords bilden ihren “Head“) und mit welchen eher seltener (das sind die Longtail-Keywords und -keyphrasen).  Kaushik sagt voraus, dass im Head vor allem Keywords zu finden sind, die sich direkt auf Sie und Ihren (Marken)-Namen oder Ihre Produkte beziehen. Im Longtail werden eher Keywords vertreten sein, die sich aus den branchenüblichen Begriffen zusammen setzen.

Ein aktueller Pluspunkt für die Longtail-Optimierung ist die Entwicklung der Suchanfragen durch Google Instant: Die Vorschläge für die Suchanfragen führen wohl dazu, dass die durchschnittliche Länge der Suchanfrage von 2-3 Keywords auf 7-8 Keywords anwachsen wird! Damit erscheint es noch erfolgversprechender auf präzise Schlüsselwörter und -kombinationen zu setzen!

Teil1 : Keyword-Analyse mit Struktur (1): Die Suchmotivation