Automatisierte Texte, Daten Extraktor und Vertical Shop Generator auf der DMEXCO

Der Countdown läuft. Die DMEXCO 2011 öffnet am Mittwoch und Donnerstag die Tore in Köln. Wir werden an unserem Stand einige Neuigkeiten präsentieren:

Mit unseren Tools lassen sich jetzt auf der Basis von Texten Websites automatisch generieren.

  1. Unsere Textgeneratoren für Automatisierte Texte. Auf Basis von Strukturierten Daten erstellen die Textmaschinen komplexe Texte unter selbständiger Berücksichtigung der Grammatikregeln. Das ist die ideale Basis für Produkttexte in Shops, Touristische Texte über Destinationen, Hotels und Reisen usw. Wir werden Beispieltexte präsentieren und Ihre Fragen beantworten.
  2. Für die Textmaschinen sind strukturierte Daten unerlässlich. Mit dem Daten Extraktor sind wir in der Lage aus Fließtext sturkturierte Daten zu generieren. Das löst das Problem viele Webverantwortlicher – die Befüllung von PIM, Shop und Co. wird zum Kinderspiel.
  3. Der Vertical Shop Generator ist die frisch gebackene Messeneuheit. Der Generator nutzt automatisiert erstellte Texte und und erzeugt auf HTML- und Ruby-Basis in wenigen Minuten Tausende von Web-Dokumenten und publiziert diese automatisch. Was man damit anstellen kann, erläutern wir gerne im persönlichen Gespräch in Halle: 8.1  am Stand Nr: 060.

Google Flugsuche gestartet

Google realisiert die angekündigte Flugsuche für die USA. Seit heute Nacht ist die Flugsuche erreichbar – ich werfe einen ersten Blick auf das neueste Kind in der Google Familie.

Umfangreiche Filter bei der Google Flugsuche

Nach der Eingabe des Start und Zielflughafens und eines Flugzeitraums gibt eine SERP die gefundenen Flugverbindungen aus. Am linken Rand ordnet Google einige Filter für die Flugsuche an. Der Anwender filtert die Flugergebnisse dort bspw. nach Fluglinie oder nach Direktverbindungen.

Zusätzlich ist es möglich bevorzugte Zeiten auszufiltern. Sehr nutzerfreundlich ist die Ansicht der Landkarte mit dem Startflughafen und möglichen Zielen mit Preisinformationen. Da können sich einige Airlines etwas abschneiden – ein tolle Flugsuche und sehr schnell…

Screenshots der Google Flugsuche:

Google Flugsuche - SERP

Google Flugsuche - Ziele mit Preisen

Ein Monat Panda-Update

Vor einem Monat hat das Google-Panda-Update Deutschland erreicht. Gespannt hat die SEO-Welt gewartet, welche Auswirkungen der neue Algorithmus auf die Rankings haben wird und vor allem, was die Veränderungen für die SEO-Arbeit bedeuten. Nach jeder Menge Fachsimpelei im Vorfeld und Beobachtung der Auswirkung im englischsprachigen Bereich, bleiben große Überraschungen in Deutschland auch nach einem Monat aus.

Die Verlierer des Panda-Update überraschen nicht

Sistrix hatte die Verlier des Panda-Updates schon schon am Tag seines Inkrafttreten zusammengestellt. Die Ergebnisse überraschen heute wie damals wenig. Schon im Februar, als das Panda-Update auf die englischsprachigen Seiten losgelassen wurde, gab es „die“ großen Verliererseiten. Dazu gehörten vor allem Vergleichsseiten und Seiten mit keinem eigenen Content, sie verloren im Google-Ranking. In Deutschland sind ähnliche Seiten betroffen. Kein Wunder, verfolgte Google doch hierzulande wie auch für die englischsprachigen Seiten dasselbe Ziel, nämlich den Benutzern qualitativ hochwertige Suchergebnisse zur Verfügung zu stellen. Die offizielle Stellungnahme aus der Google-Webmaster-Zentrale lautet:

Seit vielen Monaten haben wir uns verstärkt darauf konzentriert, unseren Benutzern qualitativ hochwertige Websites als Ergebnis zu liefern. Anfang des Jahres haben wir das “Panda”-Update für alle weltweiten englischsprachigen Suchanfragen eingeführt. Heute führen wir diese Maßnahmen fort, indem wir unsere algorithmischen Verbesserungen der Suche in verschiedenen Sprachen einsetzen.

Mehr Content, weniger SEO

Google hat mit Panda also die Spielregeln geändert. Und wenn Google die Spielregel ändert, dass müssen die Mitspieler, die online publizieren, ihr Verhalten ändern? Ich behalte nach fast einem Monat noch immer die Ruhe. Wer seinen Content weiterhin in erster Linie für die Leser schreibt und aufbereitet, hat – wie es im Moment aussieht – nicht viel zu befürchten. Wirft man einen Blick auf die weiteren Tipps zur Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte, so mögen zwar konkrete Handlungsanweisungen fehlen, aber es finden sich doch Kriterien, die man bei der täglichen Arbeit berücksichtigen oder eben nicht berücksichtigen kann. Inhaltliche und formelle Richtigkeit, Einzigartigkeit und Informationstiefe, das sind Kriterien, die sich vielmehr aus der Content-Strategie als aus der SEO-Strategie ableiten. Gute Nachrichten also für all die, die sich in der Vergangenheit die Mühe gemacht haben, wirklich hilfreichen, gut aufbereiteten, fehlerfreien Content für den User zu produzieren. Für sie könnte sich Panda also noch als echter Glücksfall herausstellen. Wir werden sehen, ob es so kommt, bis dahin heißt es: abwarten und die Ruhe bewahren.

Aktuelle Studien zur Google-SERP (1): Universal Search

Muss meine Website auf jeden Fall auf Platz 1 oder bekomme ich auch Besucher auf niedrigeren Plätzen? Der Aufbau der SERP von Google und die Auswirkung auf das Klickverhalten der User halte ich für einen sehr wichtigen Aspekt bei der Suchmaschinenoptimierung. Deswegen habe ich die wichtigsten Studien und Änderungen der Google-Trefferliste der letzten Jahre ja hier schon öfter zusammengetragen:

Neue Untersuchungen und Zahlen gerade für die SERPs sind eher selten, umso erfreulicher, dass jetzt zwei interessante Studien fast zeitgleich gemacht wurden, die ich auch kurz hier vorstellen möchte.

Heute geht’s um die Entwicklung der Zusammensetzung bei der Google Universal Search. Hier hat Eric Kubitz von CONTENTmanufaktur interessante “Zahlen zur Universal Search” zusammengetragen.

Quelle: /blog.searchmetrics.com

Auf der Verliererseite stehen News und Blogs, die noch nie eine Rolle bei dem Kategorien-Arrangement der Universal Search-Trefferliste gespielt haben. Bei der Kategorie Shopping wundert es mich sehr, dass es nicht wirklich “losgeht”,  hier blieben die Anzeigen konstant.

Die Sieger sind klar: Videos und Bilder haben den größten Anteil bei der Einbindung in die Trefferliste. Zwar gab es einige Auf und Abs, aber seit Anfang diesen Jahres steht der Trend nach oben eindeutig fest.

Bei den Bildern finde ich die Top 10 der Websites interessant, aus welchen die Bilder herausgesucht werden: Nicht die Foto-Communities wie flickr.com stehen ganz oben, viel mehr verstecken sich hier die Blogs und die Shopping-Seiten. Für das Blog-SEO gilt also ganz eindeutig: bekannte Blogginplattorm (blogspot.com oder wordpress.com) + Konzentration auf die Bildoptimierung!

Bei den Maps teile ich die Einschätzung von Eric Kubitz: Gefühlt müssten sie viel weiter oben stehen.

Linkbuilding – Wie erfolgreich sind direkte Maßnahmen?

Sicher kann man ganz bald Dr. SEO werden – doch noch ist die grundlegende, universitäre Forschung zur Suchmaschinenoptimierung in Deutschland noch nicht so etabliert (Dirk Lewandowski mal ausgenommen). Aber Studienarbeiten mit Praxisschwerpunkt sind hier schon zu finden, wie z.B. die Arbeit von Pascal Landau zum Thema “Linkbuilding: Theorie und Praxis“.

Pascal Landau hat sich zum Ziel gesetzt, den Aufwand und die Erfolgsfaktoren derjenigen Link-Building Maßnahmen zu analysieren, die jeder SEO selbst aktiv vornehmen kann.

  • Artikelverzeichnisse
  • Social Bookmark Verzeichnisse u. Social News
  • Foren
  • RSS Feed Verzeichnisse
  • kostenlose Blogs, kostenlose Homepages und kostenloser Webspace (Freespace)
  • Presseportale

Das schließt die hochwertigen, redaktionell gesetzten Backlinks aus, auf die man nicht unmittelbar einwirken kann. In der Regel läuft diese Art von Link-Aufbau immer Gefahr, von Google abgestraft zu werden. Gleichzeitig ist diese Art von Linkbuilding-Maßnahmen von SEOs eigentlich nicht sehr geschätzt. Zu unrecht?

In einer Fallstudie hat Pascal Landau diese Linkbuilding-Maßnahmen an bereits vorhandenen und neu angelegten Domains geprüft mit dem Fazit:

Als Resultat der Studie konnte gezeigt werden, dass alle verwendeten Maßnahmen das Ranking positiv beeinflussen können. Dabei stellten sich Artikelverzeichnisse und Presseportale als wirkungsvollste Linkbuilding Maßnahmen heraus. Die Kombination verschiedener Maßnahmen wurden an Hand einer neuen und einer bestehenden Domain evaluiert und es konnten in beiden Fällen positive Rankingentwicklungen beobachtet werden.

Einen eigenen Blog zu führen, um das Ranking einer Website zu verbessern, halte ich für eine sehr aufwändige Linkbuilding-Maßnahme, die sich wahrscheinlich in der Praxis nicht wirklich rechnet. Interessant finde ich aber, dass es sich durchaus lohnen kann,  sich in Artikelverzeichnisse einzutragen oder das Social Bookmarking zu automatisieren.

PageRank – mal wieder im Fokus

Inzwischen ist der PageRank so oft totgesagt und dann wieder als Geheimtipp gehandelt worden, dass man nur noch eines sicher weiß: Eine objektive Einschätzung des PageRank ist wohl nicht möglich – das Verhältnis zu ihm ist für viele SEOs ein sehr emotionales: Die Äußerungen reichen von  Liebesgeständnissen  (“Ich liebe den PageRank. Und freue mich dass er lebt.”) bis hin zu Boykott-Aufrufen (“Vergesst endlich den PageRank“).

Aktualisierungen werden genau beobachtet

Aber ein Indiz dafür, dass der PageRank doch noch nicht so nebensächlich ist, sind die Reaktionen auf die Google PageRank-Aktualisierungen. Sie werden auch von hochrangigen Experten diskutiert und eingeordnet. In diesem Jahr gab es nach längerer Pause drei Aktualisierungen, davon zwei kurz hintereinander. Die größte “Sensation” bei der Aktualisierung Ende Juni war, dass die Google-Website “google.com” von der Höchstnote 10 auf 9 gefallen war. (Hat sich jetzt aber wieder erholt.)

Twitter PageRank zeitweise bei 0 – eine Strafe Googles?

Auch der Twitter PageRank ist zeitweise auf 0 gefallen (und steht jetzt wieder auf der alten 9). Hier gab es Spekulationen, dass das eine manuelle Abstrafung sei, weil es vertragliche Uneinigkeiten zwischen Twitter und Google gäbe. Zeitweise war vor kurzem die Google Realtime-Suche, bei denen die Twitter-Ergebnisse eine wichtige Rolle gespielt haben, sogar abgeschaltet. Doch es scheint so, dass die Reibungen zwischen Twitter und Google beim PageRank-Verlust keine Rolle gespielt haben. Vielmehr waren technische Probleme (Twitter hatte unter anderem Schwierigkeiten mit der robots.txt und den HTTP Status codes) die Ursache.

Googles aktuelle Meinung zum PageRank

Google selbst schätzt die Bedeutung des PageRank als nicht sonderlich hoch ein. Google-Expertin Susan Moskwa hat vor kurzem im offiziellen Google-Blog den Webmastern geraten, sich nicht zu sehr auf den PageRank zu konzentrieren, denn dessen Bedeutung sei inzwischen von anderen Faktoren überholt worden:

(…) the Webmaster Central team has been telling webmasters for years that they shouldn’t focus so much on PageRank as a metric for representing the success of one’s website (…)

Ihre Vorschläge, was man statt des PageRanks besser im Auge behalten sollte:

  1. Conversion Rate – sie ist für Susan Moskwa eine Messzahl, die enger mit dem Erfolg der Website verknüpft ist als der PageRank: Denn der PageRank sei schwieriger zu messen und könne darüberhinaus auch hoch oder runter gehen, ohne einen Einfluss auf das Geschäft zu haben.
  2. Die Absprungrate: Was nütze es einen hohen PageRank zu haben, wenn die Besucher die Website sofort wieder verlassen?
  3. Click-through-Rate (CTR): Hier zeigt sich, wie sehr sich die Seite in der Trefferliste von den anderen Ergebnissen abhebt. Hier zeigt sich die gute Arbeit bei der Beschreibung des Content und den HTML-Tags.

Klingt schon überzeugend, aber die Messwerte, die Susan Moskwa nennt, sind vor allem intern von Bedeutung und werden von den Website-Betreibern selbst ermittelt. Der PageRank hat die Aura einer “objektiven Messzahl” – das Ergebnis kommt von Schiedsrichter Google – das wird wohl immer für einen gewissen Einfluss sorgen.

Aktuelle Suchmaschinenzahlen – quer durch die Kontinente

Lateinamerika fest in  Google-Hand

Das sind deutsche Verhältnisse in Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Argentien, Chile und Venezuela: 90% Marktanteil für Google (Quelle: comscore.com). Interessant ist hier der 2. Platz: Weder Yahoo! noch Bing liegen direkt hinter Google, sondern Facebook! Ja, die kommunikativen Lateinamerikaner eben….

Ballmer bricht Lanze für Bing

Die aktuellen Suchmaschinenzahlen aus den USA bringen News, die einen aufhorchen lassen:  Bing hat nach den neuesten Veröffentlichungen von comscore im Juni 2011 die besten Ergebnisse aller Zeiten erzielt – allerdings nicht auf Kosten von Google. Bing ist bei den Aktionären ziemlich unbeliebt, denn die Suchmaschine hat den US-Konzern ziemlich finanziell belastet. Aber CEO Steve Ballmer verteidigte Bing vor kurzem sehr vehement:

Bing is a service that is probably amongst the things I’m most excited about at Microsoft, most excited. When I say that to our shareholders, and they go look at our financial reports, and they notice that we lose a lot of money, they asked me, “Why are you so excited?” Because there’s a lot in Bing that I think represents the future of information technology.

Mal schauen, was die Zukunft bringt. Ballmer setzt auf  sprachliche Verbesserung, um Suchmaschinen direkt zu steuern (“The truth of the matter is, (…) search engines nothing really understands verbs today. We only understand nouns”) und natürlich auf Facebook.

Süd-Korea bleibt auf dem Sonderweg

Wenn Sie ein Land suchen, wo Google die Nase nicht unbestritten vorne hat, sind Sie in Süd-Korea richtig. Den Markt beherrscht die Südkoreanische Suchmaschine “Naver“, ein Portal, das 1999 gegründet wurde. Woran es liegt, dass Google hier nicht wirklich punkten kann? Vielleicht liegt’s an der Sprache, wie bei Yandex – vielleicht aber auch an der südkoreansichen Kultur, die sich mehr auf Vorschläge von anderen verlässt als auf trockene Algorhitmen. kamsamnida.

Hier geht’s zum Überblick über die aktuellen Suchmaschinenzahlen im 2. Quartal 2011.

Meine ersten Eindrücke von Google+

Mit Google + greife ich heute hier ein Thema auf, das eigentlich mit Suchmaschinenoptimierung nicht direkt zu tun hat – aber weil’s von Google kommt…Und weil es wohl auch ein Erfolg ist, wie die Umfrage von Gretus bei seo-united auch zeigt: Fast die Hälfte der Nutzer sind der Meinung, dass sie Google+ in Zukunft in vollem Umfang nutzen werden.

Eine hohe Zahl, wenn man berücksichtigt, dass das wahrscheinlich auf Kosten der sonst so beliebten Facebook-Aktivitäten gehen wird. Das zeigen auch die User-Zahlen vom Facebook-Friend-Exporter: Am 9. Juni knapp 6 000 User (Quelle), am 4. Juli bereits über 22 000 User.  Mit dem Facebook-Friend-Exporter kann man seine Freunde von Facebook (nach Google+) exportieren.

Vorweg. Mir gefällt’s auch. “I like” würde man sagen. Beeindruckend ist, wie komplett Google dieses plus gebaut hat. Fast Dinge, die ich aus Facebook, Twitter und Foursquare schätze ist hier vereint. Wir haben alle lange nach Tools gesucht, die das Posten in den diversen Plattformen vereinfacht - aber dieser Weg ist viel charmanter: Einfach eine neue Plattform bauen!

Fotos, Standorte, Postings – alles in einem. Die Zukunft kann man sich schon ausmalen: Dokumente zeitgleich bearbeiten und teilen. Öffentliche Nachrichtenquellen und Unternehmen hinzufügen und das Mail-Programm ist auch schon da. Klingt doch toll.

Die Ausgabe der eigenen Posts einfach steuern ist mit den Circles gut möglich. Das scheint bei den meisten Usern mit Abstand das beliebteste Feature zu sein, wie die Umfrage zeigt.  Und mit Sparks ergibt sich die Chance Themen zu folgen, unabhängig vom Autoren. Folgt man den Ideen von +Dirk Baranek dann könnte Google+ auch noch Plattformen wie Posterous ablösen. Klingt doch toll.

Meine Bedenken…. Ich stelle bereits jetzt fest, wie schnell Google die Daten aus dem Web eindeutig mir zuordnen kann. Daraus lassen sich für die Zukunft natürlich Profile erstellen und die sind sicherlich für viele Anwendungen spannend – ob die immer zu unserem Wohl sein werden? Klingt nicht so toll – aber vielleicht lässt sich hier noch was ändern.

Search Engine Ranking Factors – die Ergebnisse von 2011 (2)

Was mich mit meinem Hintergrund (Online-Texten, Website-Usability und Online-Redaktionsorganisation – über die Themen blogge ich bei text-gold)  besonders interessiert, sind immer die Faktoren, die man als Website-Betreiber direkt beeinflussen kann. Auch bietet die seomoz-Studie einige interessante Ergebnisse.

Die Keyword-unabhängigen Faktoren auf Domain-Ebene

Während bei dieser Frage die Analyse der Daten nur Anhaltspunkte für kleine Rankingnachteile gibt (Bindestrich und Zahlen im Domainnamen und sehr lange Domainnamen) – ist die Bandbreite der Expertenantworten deutlich breiter. Als wichtigsten Faktor nennen sie die Einzigartigkeit des Contents auf der ganzen Website und haben wahrscheinlich die Drohungen von Google im Sinn Duplicate Content abzustrafen.

Auf Platz 2 folgt ein Rankingfaktor, der mich überrascht, aber als Content-Qualität-Verfechter natürlich auch sehr erfreut: Die Aktualität des Content. Julian Dziki von seokratie ist damit gar nicht einverstanden und hält den Faktor nicht für so relevant. Doch ich schließe mich trotzdem der Expertenmeinung an, dass regelmäßige Aktualisierungen sich in der Regel positiv auf das Ranking auswirken.Vielleicht hängt die Einschätzung dieses Aspekts aber doch mit dem Keyword zusammen: Keywords, zu denen immer wieder viel veröffentlicht wird, werden hier stärker profitieren.

Die Absprungrate und das Zurückkehren zur Trefferliste nach dem Anklicken eines Treffers halten die Experten auch für einen wichtigen Ranking-Faktor. Klar, wenn das bei einer Website sehr oft passiert, dann ist das ein sehr deutliches Zeichen dafür , dass der User hier in der Regel keine befriedigende Antwort auf seine Frage findet und damit die Qualität des Contents eher seicht ist.

Hier noch ein kurzer Überblick über die folgenden Plätze:

4. Gesamte Click-Through-Rate der Website von den Google -Trefferseiten aus (ich nehme an, die ist beschränkt auf die organische Trefferliste=

5. Zahl der Fehler-Seiten, die dem Google-Crawler das Leben schwer machen.

6. Alter der Website (Datum der ersten Registrierung)

7. Ladezeit (Messung durch Google-Bot)

8. Ladezeit (Messung durch Userdaten)

9. Anzahl der 404-Seiten (also die Zahl der toten Links)

10. Stabilität der Website (Dauer der Zeit, in der die Registrierungsdaten unverändert sind)

11. Qualität der anderen Websites, von denen Google anhand der Ähnlichkeit der IP-Adresse (stimmen im C-Block der IP-Adresse überein) annimmt, dass sie zusammengehören.

Teil 1

Search Engine Ranking Factors – die Ergebnisse von 2011

Auf die Ergebnisse der seomoz.org-Umfrage habe ich ja schon ungeduldig gewartet. Und bin jetzt doch ein wenig enttäuscht – die Qualität der Umfrage ist exellent, das ist keine Frage, doch die Präsentation der Ergebnisse ist etwas unübersichtlich. Man muss sich hier wirklich reinknien, schnell für einen Überblick überfliegen, funktioniert nicht.

Das liegt wohl zum einen an einer methodischen Erweiterung: Zusätzlich zur Befragung der SEO-Experten präsentieren die Datenjonglierer der Agentur eine tiefgreifende und umfassende Analyse von über 10 000 Google-Keywords und der dazugehörigen Top 30-Ergebnissen, die Korrelationszahlen zu bestimmten Ranking-Faktoren liefern. Diese berechneten Korrelationen sind aber oft mit den formulierten Faktoren der Experten kaum in Deckung zu bringen. Das macht Vergleich und Einschätzung schwierig – die Daten werden auch getrennt präsentiert.

Zum andern sind die Faktoren bei der Darstellung der Ergebnisse bis auf Detailebene heruntergebrochen. Das freut den SEO-Experten und -tüftler, macht es aber schwer, sich einen Überblick zu schaffen. Trotzdem hier die wichtigsten Ergebnisse:

Die 5 wichtigsten allgemeinen Faktoren:

  1. Page Level Link Metrics (21,45%)  – die Link-Metriken auf Seitenebene. Hier geht’s um die Menge und die Qualität der eingehenden Links. Wie viele Links mit dem Keyword als Ankertext gehen ein? Gibt es thematische Übereinstimmungen zwischen den verlinkten  Seiten?
  2. Domain Level Link Authority Features (21,13%) -  die Link-Autorität auf Domain Ebene. Zu diesen Features gehören u.a.: Die Zahl der unterschiedlichen Domains, die auf die Seite verlinken, die (teilweise) Übereinstimmung des Anker-Textes mit dem Keyword und die Autorität der linkenden Domains.
  3. Page Level Keyword Usage (14,93%)  – der Einsatz des Keywords auf Seitenebene. Das ist die Sphäre der klassischen On-Page-Optimierung. Entscheidend nach Expertenmeinung bleibt der Title-Tag und der Ankertext von internen Links, der liegt noch vor dem Auftreten des Keywords in der URL  oder im H1-Tag (Überschrift).
  4. Domain Level Keyword Usage  (10,73%) – Nutzung des Keywords auf Domainebene. Wer ein Keyword in seinem Domainnamen hatte, war früher ein SEO-Star. Die Einschätzung der Bedeutung eines Keyword-Domain ist aber leicht rückläufig. Noch wichtig, ja, aber…
  5. Page Level Social Metrics (7,22%) -  Der Einfluss von Social Media. Das ist das aktuell am intensivsten diskutierte Thema.

(Fortsetzung folgt)