Archiv für 'Suchmaschinen: Daten und Fakten'

Ein Top-Argument für SEO (2)

Ich hatte ja als Top-Argument Nr.1 das Ergebnis einer Studie angeführt, demnach 39% der Befragten glauben, dass das Unternehmen, das bei Google auf Platz 1 steht, der Branchenführer ist.

Und jetzt wird dieses Top-Argument noch mit einer 2. Studie untermauert. Eszter Hargittai und ander Wissenschaftler von der Northwestern University wollten wissen, wie junge Erwachsene die Inhalte im Netz aussuchen und bewerten. In ihrer Studie “Trust Online: Young Adults’ Evaluation of Web Content” sind sie dabei zu überraschenden Ergebnissen gekommen. Als vertrauenswürdig eingeschätzt wird, was bei Google (oder anderen Suchmaschinen) ganz weit oben ist:

“Search engine rankings seem extremely important,” Hargittai said. “We found that a website’s layout or content almost didn’t even matter to the students. What mattered is that it was the number one result on Google.” (Quelle)

Die meisten Studienteilnehmer zogen keine weiteren Kriterien für die Glaubwürdigkeit einer Website bei ihrer Bewertung hinzu. Nur 10%  fanden bei der Suche und Bewertung von Informationen den Autor einer Website oder die Glaubwürdigkeit des Autors überhaupt erwähnenswert!

Internationale Suchmaschinentrends: Yandex hat Pläne, Google gibt in China klein bei

Die Zahlen für das 2. Quartal 2010 bringen keine Überraschungen. In den USA und Deutschland bleibt es ruhig: Der Kuchen ist verteilt.  In den USA sieht es wenigstens ein bißchen nach ganzen Kuchenstücken aus: Google hält hier nur 2/3 des Marktes, die Yahoo Sites kommen immerhin noch auf 18%.  In Deutschland bleiben den Google-Konkurrenten nur ein schmales Segment (knapp 11%). In Großbritannien ist die Vorherrschaft von Google noch deutlicher und liegt bei über 90%.

Yandex wird international aktiv

In Russland hingegen hat Yandex noch einmal zugelegt und dominiert den russischen Suchmaschinenmarkt mit 66% eindeutig. Es gibt allerdings sehr aktuelle Gerüchte, dass dem Unternehmen Konkurrenz von Staatsseite aus erwächst. Der russische Staat soll Pläne haben, eine eigene Suchmaschine zu entwickeln. Abwerbeaktionen haben schon stattgefunden und Investitionssummen von 100 Millionen Dollar stehen im Raum.

Natürlich wolle Yandex ein internationaler Akteur werden, unterstreicht Marketing Direktor Andrey Sabrant in einem Interview. Ob das gelingt, lässt er allerdings offen. Yandex indexiert nach eigenen Angaben seit 2 Jahren ausländische Websites und bietet jetzt einen Suchfilter für lateinische Buchstaben an und ist damit für den westlichen Markt kompatibel.  Die Qualität der Suche von yandex.com halten einige Fachleute für sehr gut. Vielleicht werde ich hier einige Tests fahren.

Niederlage für Google in China

Google gibt dem Druck der chinesischen Regierung nach und schaltet die automatische Umleitung auf die unzensierte Google-Hongkong-Seite für User aus China ab. Mit dieser Methode hatte Google seit März versucht, die Zensur in China zu umgehen. Doch jetzt griff die chinesische Regierung ein und drohte, die Internet-Content-Provider-Lizenz von Google im Juni nicht zu verlängern – mit Erfolg. Allerdings können chinesische User immer noch mit einem Klick auf die Hongkong-Seite zugreifen. Noch.

Gleichzeitig bläst der chinesische Konkurrent Baidu zum Angriff und kündigt an, ab Juli im Silicon Valley auf Mitarbeitersuche zu gehen. Vor allem die Video-Suche scheint das chinesische Unternehmen zu interessieren. Ob es dabei allein den chinesischen Markt im Auge hat oder doch zumindest nach Japan drängt? Hier bleibt es weiterhin sehr spannend.

Google Snippets – behalten Sie Ihre description-Tags im Blick!

Stellen Sie sich vor, Sie schaffen es auf Platz 1 bei Google und werden trotzdem nicht so häufig angeklickt. Ein Grund dafür kann die Darstellung Ihrer Seite in der Trefferliste sein – dieser kleine Bereich (“snippet“) entscheidet häufig über klicken oder nicht klicken.

Ein kleiner spitzfindiger Exkurs zur Wortklärung: Google selbst versteht unter “Snippet” nicht den gesamten  Info-Block auf der Trefferseite, sondern nur den Text zwischen Überschrift und URL und um genau diesen Schnipsel geht es in diesem Beitrag.

Wie generiert Google seine “Snippets“? Fast reflexhaft fällt hier die Antwort “Description” – doch das stimmt nicht ganz. Google hat noch mehr Möglichkeiten:

  1. Die Generierung von Snippets ist abhängig von der Suchabfrage und vom Aufbau der Website.
  2. Snippets sind nicht in jedem Fall dem Metatag “description” entnommen!
  3. Snippets können auch aus dem Bodytext extrahiert werden.
  4. Sie können auch vom Open Directory stammen, falls die Website nicht crawlbar ist.
  5. In einigen Fällen taucht sogar versteckter Text in den Snippets auf.
  6. In Teilen werden Ausschnitte aus unterschiedlichen Bereichen kombiniert.

Wenn Google seine Snippets so fröhlich mixt – und es dazu auch noch darauf ankommt, welche Suchwörter verwendet werden, kann es den Anschein erwecken, dass ein Website-Betreiber keinen Einfluss auf die Darstellung der Snippets hat. Aber wie oft bei der Suchmaschinenoptimierung  haben Sie schon ein wenig Spielraum, wenn  Sie es schaffen, Google davon zu überzeugen, dass Ihre Meta Tags “Description” gut sind:

  • Verwenden Sie für jede Seite unterschiedliche Description-Tags: In einigen CMS sind schon Textbausteine eingestellt. Ändern Sie diese und passen Sie sie individuell an die Seite an. Schauen Sie sich auf jeden Fall die Description der wichtigsten Seiten Ihres Auftritts an – gerade die Homepage wird häufig vergessen.
  • Schreiben Sie ganze Sätze und hängen Sie nicht einfach Keywords hintereinander.
  • In der Description müssen nicht nur ganze Sätze stehen, sie können auch strukturierte Informationen unterbringen, d. h. Schlagwörter, die mit Meta-Informationen versehen sind. Das können z. B. Informationen zur Größe oder Typ eines Produkts sein oder die Angabe des Autors, wenn Sie ein Buch auf Ihrer Seite vorstellen.
  • Keine doppelten Informationen: Achten Sie darauf, nicht einfach die Informationen aus dem Seitentitel zu wiederholen oder innerhalb der Description diesselbe Info zweimal zu nennen. Das passiert vor allem bei strukturierten Infos leicht.
  • Achten Sie auch auf eine saubere Darstellung und gute Lesbarkeit: keine zu weiten oder fehlenden Wortabstände und  zu viele Satzzeichen (vor allem Doppelpunkte und Klammern).
  • Sie haben 156 Zeichen für eine gute Meta-Description  – alles andere wird weggeschnitten.

Wenn Sie diese Regeln berücksichtigen, haben Sie zwar leider keine Garantie, dass Ihre Description als Snippet übernommen wird, aber WENN sie erscheint, dann liefern Sie dem User auf übersichtliche Weise die Infos, die er braucht. Das ist schon ziemlich viel, finde ich.

Und natürlich kann man es auch ganz ganz anders machen:

SEO für Videos

Google Universal Search hat die Videos aus der Suchmaschinen-Ecke geholt – als Teil der Suchergebnisliste haben sie als Treffer an Präsenz gewonnen. Der Aufwand für die Produktion eines Videos hat sich neuester Zeit auch verringert und  viele Inhalte können schneller und direkter als Video vermittelt werden – und Video ist einer der wichtigsten verteilten Inhalte in den Social Media. Videos sind auf dem Vormarsch – und brauche Suchmaschinenoptimierung.

Und wie kann man diese Art von Content für Suchmaschinen gut auffindbar machen?

Natürlich entscheidet wieder die richtige Wahl und Einsatz der Keywords – doch bei der Suchmaschinenoptimierung für Videos müssen ein paar mehr Faktoren berücksichtigt werden. Einen guten Überblick bietet das Video :-) zum Thema von seomoz.org.

1) Wo möchte ich mein Video hosten?

Das ist die Gretchenfrage bei Video-Content: Sollen die Videos auf der eigenen Website eingebunden oder auf einer Plattform hochgeladen werden? Die Tabelle (nach Creating an Online Video Strategy) zeigt, wann welche Strategie in Frage kommt:

2) Wie mache ich mein Video für Google sichtbar?

Suchmaschinen-Bots sind blind für Bilder und Videos, nur Text können sie lesen. Deswegen müssen Sie Google die Informationen über das Video und seinen Inhalt als Text zur Verfügung stellen. Entscheidend ist der Titel des Videos – aus ihm soll Thema und Keywords gut hervorgehen.

Aus Thumbnail, Länge und Description – ganz gleich ob auf der eigenen Website gehostet oder auf Youtube – stellt Google die Trefferbeschreibung zusammen.

Auf der eigenen Website sollten Sie:

  • eine eigene Video-Sitemap für Google vorhalten – mit den URLs für die Seiten, wo sich die Videos befinden, den Titeln der Videos, Keywords, Thumbnails, Länge und anderen Informationen.
  • videospezifische Metatags (XMP, RIFF INFO tags usw) pflegen.
  • dem Crawler Hilfestellung über den Inhalt geben, in dem Sie rund um das Video einen Text zu dem Thema stellen. Eine aufwändigere Alternative ist eine Transkription des Videos (Rand Fishkin von seomoz.org empfiehlt hier Transkriptionsdienste – wobei die automatisch erstellten Texte noch einmal redaktionell überarbeitet werden sollten. )

bei einer Plattform wie z.B. youtube sollten Sie:

  • eine gründliche Keywordanalyse bei der Plattform machen. Bei der internen Suche von Youtube herrschen andere Regeln als bei Google. Probieren Sie aus, unter welchen Keywords sie mehr Konkurrenz haben und berücksichtigen Sie vor allem die Suchwort-bzw. Suchphrasenergänzung.
  • Description: Hier gelten die Regeln für gute SEO-Texte. Ob Sie hier einen Link zur Website einbauen sollen oder nicht – müssen Sie im Einzelfall entscheiden und vielleicht erst beide Möglichkeiten testen. Aufgrund dieses kurzen Textes (1000 Zeichen) entscheiden die User, ob sie das Video anklicken oder nicht.
  • Tags: Hier können Sie noch einige Keywords zusätzlich hinzufügen. Empfohlen werden so 5-10. Wenn es mehr sind, sollten Sie sich überlegen, ob Sie nicht auf eine Phrase optimieren.
  • Sorgen Sie für Links auf das Video: Sie können z.B. von Ihrer Website oder Ihrem Blog verlinken. Social Media sind hier besonders erfolgreich!

Userverhalten spielt bei Yotube natürlich eine große Rolle: Wie ist die Bewertung? Wie häufig wurde es angeschaut? Wie oft wurde es in Websites eingebunden? Je beliebter das Video auf Youtube ist, desto höher bei der Youtube-Suche gerankt – das hat unter Umständen auch Einfluss auf die Einblendung bei der Google Universal Search.

Neues Design für Google Trefferseite

Veränderungen im Klickverhalten auf den Google-Trefferseiten habe ich ja schon wegen der Einführung der Universal Search prophezeit. Jetzt wird’s noch interessanter: Google hat ein neues Design – das sich sicher deutlich auf das Userverhalten auswirken wird.

Es ist nicht nur das Logo neu: Entscheidend ist wohl die Neugestaltung der Auswahl der Suchoptionen. Bisher waren sie in der obereren Leiste versteckt – und wurden wohl übersehen. Das kann man an den Eye-Tracking Studien ganz gut erkennen.

Neues Google Interface - Die Auswahl der Optionsleiste ist nach links grückt

So ganz trauen die Google-Designer ihrer neuen Auswahlliste wohl nicht. Oben ist das alte Auswahlmenü noch zu sehen.

Die Anordnung des Suchoptionen-Panels auf der linken Seite gab es vorher schon, neu sind die Symbole und die Sichtbarkeit der Untermenü-Punkte. Während man bisher dieses Menü immer aufklappen musste, macht Google jetzt Vorschläge für die Einblendung passender Optionen.

Google Optionen für das Suchwort Puma Turnschuhe

Bei der Eingabe von “Puma Turnschuhe” schlägt Google die Eingrenzung der Suchergebnisse auf den Bereich Shopping vor – sonst sind “News” und “Bilder” aufgeklappt. Hier sieht Markus von den Internetkapitänen jetzt einen Vorteil für Online-Shops:

Die Chance, dass ein Google-Nutzer also die Produktsuche betritt, ist so insgesamt deutlich höher. Der Link zur Produktsuche war vorher recht brav oben versteckt.  Mit der neuen Einbindung liegt der Link aber endlich mehr im Fokus der Nutzer – und damit dürften auch mehr Nutzer draufklicken.

Für das Verhalten mit der neuen Google Seite gibt es auch schon eine Untersuchung: Explido hat das Blickverhalten hier schon mal analysiert (allerdings mit einem besonderen “neurowissenschaftlichen-Vorhersage-Tool” – keine echte  Eyetracking-Studie).  Die Ergebnisse:

  • Aufmerksamkeitsverteilung hat sich nicht großartig verändert. Nur die unteren Treffer scheinen etwas zu profitieren.
  • Die neuen Elemente werden nicht als Störer empfunden.
  • Der Fokus bleibt auf der Suchbox und die ersten Treffer.

Das Fazit von Explido:

Alle Bereiche haben an Aufmerksamkeit gewonnen.  (Ausnahme ist der Suche-Button)

So ganz überzeugt mich das jetzt nicht (wobei bei der Untersuchung vor allem die Beachtung der Anzeigen im Mittelpunkt stand – vielleicht beziehen sich die Schlussfolgerung in erster Linie darauf). Und neue Studien werden hier sicher folgen müssen. Ich bin aber sicher, dass die Suchoptionen ein Revival feiern werden (wobei Google ja eigentlich damals die Suchoptionen im Prinzip abgeschafft hat). Mal schauen, wie sich das neue Design auf das Such-und Klickverhalten und damit auch auf die Suchmaschinenoptimierung auswirkt…

Neue Version des Google Keyword Tools

Zugegeben ist noch die Beta-Version – doch das Google Keyword Tool von Google Adwords bietet  neue Features. Auf den ersten Blick sehen die beiden Versionen noch ziemlich ähnlich aus:

Die neuen Features:

  • Man kann sehen in welche Kategorien das Keyword eingeordnet wird. 
  • Im Vorfeld kann man die Suche mit einigen Filterfunktionen präzisieren:
  • Die lokalen Suchtrends sind jetzt in der Startseite bereits eingeblendet:

Noch ist nicht ganz klar, ob und wann Google die alte Version abschaltet  – noch wird darüber nur gemutmaßt.

Was halten Sie von der neuen Version?

Suchmaschinen international : Russland

Ist Russland Googles nächste Schwachstelle?, fragt sich Evgeny Morozov, Internet- und Russland-Experte. Anlass dafür sind News aus Moskau, dass die Regierung eine nationale Suchmaschine plane. Die Regierung möchte keine kleinen Brötchen backen, sondern über 100 Millionen Doller in ein Projekt investieren, an dem ausländische Investoren sich nicht beteiligen dürfen.

Wer die Zahlen aus Russland kennt, der sieht einen solchen Vorstoss nicht als Affront gegen Google, sondern gegen Yandex, der erfolgreichen russischen Suchmaschine. Sie hält 62, 8 %of  der Marktanteile, Google kommt nur auf 21, 9 % . Mit Mail.ru (8,4%) und Rambler (3%)  gestaltet sich die russische Suchmaschinenlandschaft weniger öde als z.B. die deutsche.

Doch Google scheint die algorithmischen Schwierigkeiten überwunden zu haben, denn sein Anteil an den Suchanfragen russischer User ist von ungefähr 6% auf aktuelle über 1/5 gestiegen.

Und genau dieses Wachstum, so Morotov, passe der russischen Regierung nichts. Yandex ist eines der wenigen sehr erfolgreichen russischen Unternehmen und sei sicher nicht Zielscheibe der Aktivitäten. Vielmehr soll ein erfolgreicher Google-Konkurrent auf den Markt kommen. Politische Motivationen mal ganz außen vor gelassen.

Spannend, oder? Um die Entwicklungen in Russland und anderswo besser zu verfolgen, habe ich die Seite “Suchmaschinen international: aktuelle Zahlen” in diesem Blog angelegt. Hier stelle ich regelmäßig die aktuellen Zahlen aus Deutschland, USA, Russland und China zusammen.

Google Universal Search (1) – mehr als eine bunte Trefferliste

Mehr als nur Multimedia auf der Trefferseite. Die Google Universal Search ist interessantes Phänomen – nicht nur, dass sie die Trefferseite abwechslungsreicher und attraktiver macht: Sie öffnet einem auch die Augen dafür, dass man mit der einfachen Suche in die Google Maske nicht alles findet. Die Suche über verschiedene Content-Formate ist eine echte Herausforderung für die Suchmaschinen.

Einige dieser Ergebnisse werden über Datenbanken ausgelesen – gehören also zum Deep Web, das für Google früher ein echtes Problem war. Wenn die aktuellen Temperaturangaben auf Mallorca oder ein Produkt in einem Online-Shop angezeigt werden – dann sind das nicht einfach indizierte Webseiten, sondern Inhalte, die Google erst generieren muss.  Teilweise scheint Google auf einige Seiten Formulare dafür Formulare auszufüllen.

Noch ist nicht jede Googlesuche universell. Im Februar wurden 17 % der Suchanfragen als Universal Searchergebnis ausgegeben – das hat Johannes von Sistrix herausgefiltert. Inzwischen wird der Anteil eher höher sein.

Auf den ersten Blick erkennen kennzeichnen die Bilder auf der SERP die Universal Search, doch es gibt viel mehr Bereiche, die hier eingebunden werden – allerdings stechen sie nicht so hervor.

  • Bilder
  • Videos
  • Maps
  • News
  • Blogs
  • Google Products
  • Google Books
  • andere Datenbanken, wie z.B. Wetter, Branchenbucheinträge usw.

Wie die Analyse von Sistrix ergeben hat – sind nicht alle Kategorien gleichmässig vertreten. Auf häufigsten werden die Ergebnisse der Produktsuche (48%) und am seltensten die Blogsuche (3%) eingebunden.  Interessant ist auch, dass es Vorlieben von Google gibt, wo die einzelnen Bereiche auf der Trefferseite präsentiert werden. Oben erscheinen am häufigsten Produkte und Karten, in der Mitte Videos und Bilder und unten die Blogbeiträge.  Die Platzierung hat natürlich Einfluss auf die Wahrnehmung.

Die Kernfrage für jeden Website-Betreiber ist natürlich: Welche Auswirkungen hat Google Universal Search auf die Suchmaschinenoptimierung? Hierzu habe ich einige Thesen zusammengestellt, die ich in loser Folge in nächster Zeit überprüfen möchte.

  1. Für die einzelnen Kategorien von Google müssen eigens zugeschnittene SEO-Maßnahmen durchgeführt werden.
  2. Gerade der bereich des Deep Web und der Umgang von Google mit auslesbaren Datenbanken sollte stärker ins Blickfeld rücken.
  3. Die Wirkung der neuzusammengestellten SERPs muss in die Strategien berücksichtigt werden – auch die Änderung der Klickgewohnheiten: Ist es jetzt wichtiger ein  Bild zu platzieren, statt auf Nr. 1 zu kommen?

Und selbstverständlich freue ich mich auf eure Meinungen – das sind jetzt erst Arbeitshypothesen, die diskutiert werden sollten.

Keyworddichte – je mehr desto besser?

Eine neue Nachricht, die allen Online-Autoren die Haare zu Berge stehen lässt:  Der Verdacht, dass eine hohe Keyworddichte bei Google zum besseren Ranking führt, scheint sich zu bestätigen. Johannes Beus von sistrix.de hatte vor Kurzem einen Test zur Keyworddichte durchgeführt:

Zum einen ist die Keyworddichte klar ein Rankingfaktor. Mehr ist hier gleich besser, ein Limit nach oben scheint es in (sinnvollen) Grenzen erstmal nicht zu geben.

Sebastian Erlhofer hat die Versuchanordnung optimiert,  mögliche Fehlerquellen beseitigt und kommt – ja, zum selben Ergebnis:

Viel hilft scheinbar viel. Bei den Hash-Tests war die Keyworddichte „am Anschlag“ mit 10 %. Höhere Testdichten gab es dort nicht. Die optimale Keyword-Dichte bei einem natürlichsprachigen Text liegt rein analytisch betrachtet bei 19,9 %.
ganzen Artikel lesen

Twitter-Echtzeitsuche: Vertrag mit Bing und Google

Eines der wichtigsten Schlagwörter bei Twitter war gestern: Bing und Twitter.  Es sah so aus, als ob Microsoft Google eine lange Nase machen könnte.  Ein Exklusiv-Vertrag mit Twitter über den Zugriff auf die Inhalte des Microblogging-Dienst, dazu die Rechte an den öffentlichen Statusmeldungen bei Facebook. Das wären echte Wettbewerbsvorteile für die Microsoft-Suchmaschine Bing.

Aber Twitter ist nicht nur einem treu: Die Verbindung mit Bing wurde am 21. Oktober auf dem Twitterblog um 11:40 bekanntgegeben und nach der Mittagspause war Google dran.

Während die Echtzeitsuche auf der US-Ausgabe von Bing jetzt schon funktionieren (sollte – ist im Augenblick leider nicht erreichbar) – nimmt sich Google mit der Tweet-Suche noch einige Monate Zeit.

Mal schauen, wer wirklich schneller ist.