Archiv für 'SEO-Analyse'

SMS von Google Analytics

Schnell auf die Kundenbedürfnisse einzugehen, das ist in für viele Websites entscheidend. Jetzt hilft Google dabei: Die Funktion “Major Contributors” des Google Analyse Tool “Intelligence” kann Sie verständigen, wenn sich etwas Ungewöhnliches auf Ihrer Website tut.  Wenn sich z.B. die Besuche aus den USA deutlich erhöhen oder ihre Conversion in den Keller geht, warnt Sie Google per SMS (nur in den USA)  oder E-Mail. In der Regel prüft man ja seine Kampagnen und die Entwicklungen auf der Website regelmäßig, aber da verpasst man manchmal schon was. Daher: Cooles Feature!

Die Trefferliste mit Universal Search – Ergänzung

Dass die Neu-Arrangierung der Trefferliste duch die Universal-Search das Klickverhalten ändert, habe ich ja schon in dem Beitrag “Die Trefferliste mit Universal Search – Welche Plätze werden geklickt?” gezeigt. Hier noch als Ergänzung die wichtigsten Ergebnisse einer kleinen Eye Tracking-Studie:

  1. Wenn Google auf der Trefferliste eine Karte und Bilder im oberen Bereich einblendet, dann bekommen die Karte und die Bilder 134% mehr Aufmerksamkeit als der Gesamtdurchschnitt, Platz 1 der natürlichen Trefferliste noch 98%, Platz 2 48%,  Platz 3 19% (das liegt wahrscheinlich an dem sehr kurzen Snippet) und Platz 4 24%. Die Heatmap zeigt, dass die Google Adwords im kühleren Blaubereich bleiben – also wenig beachtet werden.
  2. Verzichtet Google auf Bilder und blendet nur in der Mitte eine Karte ein, ändert sich der Blickverlauf deutlich. Platz 1 bis 4 bekommen relativ gleichmäßige Aufmerksamkeit (zwischen 41% und 51% mehr als der Durchschnitt). Die Werbe-Anzeigen oberhalb der natürlichen Trefferliste werden auch stärker beachtet (+19%).  Die Google-Adwords an den Seiten zeigen in der Heatmap deutlich mehr warme Farben – sie stehen länger im Fokus.

Universal Search hat also zur Folge, dass es “DAS” Klickverhalten kaum noch gibt, vielmehr muss man je nach Zusammensetzung der Trefferseite von neuen Aufmerksamkeitsbereichen ausgehen – und so ist Platz 1 bei Google  nicht mehr dasselbe wie Platz 1 bei Google  ;-)

Duplicate Content – Was ist das eigentlich? (3)

Duplicate Content – Was ist das eigentlich? (3)

Gedankenexperiment: Autor vs. Sliding Window

Ausgehend von unseren Annahmen über die Größe des Sliding Window suchen wir uns einen String aus, der kleiner als ein Absatz ist, aber größer als ein Satz. Folgenden String wollen wir “ent-duplizieren”:

„Genießen Sie Ihren Traumurlaub im Strandhotel auf Mallorca. Hier erwartet Sie die ganze Fülle der mediterranen Kultur und Küche.“

Modell A

Reicht es aus, wenn wir „Strandhotel“ durch „Beach-Hotel“ ersetzen? Der Theorie nach schon, denn dann gäbe es ja eine Abweichung im Sliding Window. Doch hier macht uns Google mit seinem Praxisbeispiel einen Strich durch die Rechnung: „[…] if you have a travel site with separate pages for two cities, but the same information on both pages[…]“. Ein Wort pro Absatz zu ersetzen kann also nicht die Lösung des DC-Problems sein.

Modell B

Wie steht es jedoch, wenn wir die Satz-Reihenfolge im Absatz verändern? „Hier erwartet Sie die ganze Fülle der mediterranen Kultur und Küche. Genießen Sie Ihren Traumurlaub im Strandhotel auf Mallorca.“ Und hier beginnt die Krux. Würde das Sliding Window nur die Länge eines Satzes umfassen, würde es jeweils die Entsprechung beider Sätze in den Datenbanken wiederfinden. Damit hätten wir Duplicate Content. Umfasst das Window aber beide Sätze, würde es im ersten Schritt keine Entsprechung finden.

Überlappende Suchbereiche

Aber warum führt Google die Kategorie „the same information“ ein? Hat Google hier etwa die sagenumwobene semantische Such-Engine aus der Schublade geholt? Nach langer Überlegung vermute ich, dass das Sliding Window nicht Absatz für Absatz vergleicht, sondern mit Überlappungen arbeitet.

Modell C

Meiner Theorie zufolge müsste Google, um wirklich bestimmen zu können, ob ein Text ein abgewandeltes Duplikat ist, erst Satz1 und Satz2 vergleichen, dann Satz2 und Satz3 und so weiter. Immer in der Hoffnung, den einen Satz zu finden, den der Autor übersehen hat. Um einer Abwertung wegen DC zu entgehen, müssten wir für eine annähernde Gleichverteilung der abgewandelten Stellen sorgen, um in jedem „Suchfenster“ eine Abweichung unterzubringen.

Teil 1

Teil 2

Duplicate Content – Was ist das eigentlich? (2)

“Similar pages”, “the same information”… kann man das messen?
Was ist “ähnlich” im Sinne von Google? Garantiert keine Information, die Google freiwillig herausgibt. Und was misst Google überhaupt? Auf www.whiteside-seo.de rekonstruiert man aus Erfahrungswerten eine Herangehensweise. Diese lautet zusammengefasst:

  • Content ist das, was übrigbleibt, wenn man alle Elemente wegdenkt, die überall auf der Domain vorkommen. Header, Footer und Navigation fallen auf dem Wege schon einmal heraus. Bilder bleiben Teil des Content, denn sie „wohnen“ auf der gleichen Ebene.
  • Duplicate Content wird dann ranking-relevant, wenn Text und Bilder auf 2 Seiten zu 80% übereinstimmen.

Aber was ist nun wieder Übereinstimmung?

Wenn wir nun versuchen, Content zu gestalten, so dass er nicht als dupliziert gewertet wird, sollten wir aber noch wissen, wie die 80% Übereinstimmung berechnet werden. Das letzte Stück in unserem Puzzle liefert der Blog von www.trendmile.com:

„Eine bekannte Art wie Suchmaschinen auf doppelte Inhalte überprüfen ist das Verfahren des Sliding Window, bei diesem Verfahren werden eine festgelegte Anzahl von Zeichen der Webseite auf Ihre einzigartigkeit überprüft.“

Also ist es kein blinder all-in-all-Vergleich, den Google hier fährt. Die höhere Auflösung macht auch Sinn, um zitierte Passagen oder absatzweise Duplikate zu erkennen und entsprechend einzuordnen. Rein theoretisch reicht es also nicht aus, die Absätze einer Seite umzustellen.

Wir können davon ausgehen, dass die Sliding Window Methode zwei Strings miteinander vergleicht. Vermutlich ist die Größe des Fensters irgendwo unterhalb des ganzen Absatzes angesiedelt. Die Vermutung geht auf CMS wie RedDot zurück, die containerbasiert arbeiten und Absatzcontainer durchaus auf mehreren Seiten verwenden. Vermutlich ist das Window auch größer als ein einzelner Satz, denn selbst Google hat keine Rechenleistung zu verschenken.

Duplicate Content – Was ist das eigentlich? (1)

Nicht erst seit gestern beschäftigen sich SEOs mit dem Thema Duplicate Content, mit dem üblichen Ergebnis: Es gibt eine ganze Palette verschiedener Definitionen und Herangehensweisen, und die meisten davon kursieren in Form von Gerüchten. Böse Zungen behaupten, Duplicate Content sei lediglich eine willkommene Entschuldigung, wenn sich Pageranks plötzlich verschlechtern. Grund genug, das Phänomen einmal unter die Lupe zu nehmen.

First things first: Was sagt Google selbst über Duplicate Content?

Eigentlich ist die Ausgangslage beim Thema Duplicate Content gar nicht so schlecht. Im Gegensatz zu vielen anderen Themen gibt es nämlich ein recht ausführliches Google Statement zum dem Thema in der Webmaster Central. Google liefert uns hier eine Definition:

„substantive blocks of content within or across domains that either completely match other content or are appreciably similar.“

Eine Entwarnung schickt Google auch gleich mit: Duplicate Content wird nicht abgewertet außer er diene dazu: “to be deceptive and manipulate search engine results.” – Ehrensache.

Dazu gibt es von Google noch Tipps, wie sich “DC” vermeiden lässt. Die meisten Hinweise sind technischer Natur und bereits bereits weithin bekannt. Ein Tipp bezieht sich jedoch auf den Content selbst:

“Minimize similar content: […]For instance, if you have a travel site with separate pages for two cities, but the same information on both pages, you could either merge the pages into one page about both cities or you could expand each page to contain unique content about each city.”

Nebulös genug… In den nächsten Tagen werde ich mich einmal intensiv mit dem Thema beschäftigen und die Ergebnisse posten.

Longtail Keywords – neue Entwicklungen bei Google

Longtail Keywords sind Schlüsselwörter, die nicht in der ersten Reihe stehen. Sie sind spezifischer und entstehen auch häufig aus Keyword-Kombinationen. So ist z.B. “Schuhe” kein Longtail-Keyword – aber “Kinderschuhe online kaufen” schon.

Sie werden zwar nicht so häufig gesucht wie die Allerwelts-Keywords, aber trotzdem kann es sehr klug sein, auch auf Longtail Keywords zu optimieren (siehe auch den SEO-Gold-Artikel: 3 Gründe für die Optimierung auf Keyword-Kombinationen):

  1. Die  Zahl der Suchanfragen mit mehreren Suchwörtern steigt.
  2. User lesen nur die ersten paar Treffer auf den Trefferseiten und verfeinern ihre Suche lieber als weiterzublättern.
  3. User, die mit Phrasen suchen, sind in der Regel nicht auf der Suche nach allgemeinen Informationen, sondern sind einen Schritt näher dran am Handeln.

Google hat bei seinem letzten MayDay Update eine Algorithmus-Änderung vorgenommen, die sich vor allem auf die Longtail-Optimierung auswirkt. Diese Änderung diene der Qualitätssicherung, beruhe allein auf dem Algorithmus und sei dauerhaft, so die Video-Erklärung von Matt Cutts.

Doch welche Folgerungen haben die Änderungen? Es hat den Anschein, als ob sie einiges an Durcheinander angerichtet haben: Einige Websites wurden nach oben katapultiert, andere verschwanden von der ersten Seite der Trefferliste. Doch eine heiße Spur gibt es im Augenblick noch nicht – eher Vermutungen und Indizien.

Ken Lyons von Wordstream hat aufgrund der Beobachtungen seiner Website eine Theorie aufgestellt: Die Änderungen beziehen sich weniger auf ein Dokument oder eine Seite, die auf bestimmte Keywords optimiert sind, sondern auf die gesamte Website, die sich in einer Nische etabliert hat, d.h. also als Ganze auf den Longtail optimiert ist.  Wenn das stimmt, kommt der Inhaltsplanung der Website und ihrer redaktionellen Betreuung ein höherer Stellenwert zu als bisher. Ich bin gespannt, was hier noch passiert.

Die Trefferliste mit Universal Search – Welche Plätze werden geklickt?

Im ersten Teil “Trefferliste – welche Plätze werden geklickt” habe ich ja die Studien zusammengetragen, die das User-Verhalten auf den Trefferseiten von Google (und anderen Suchmaschinen) vor der Erweiterung der Trefferanzeige mit Bildern, Videos, News oder ähnlichem beleuchtet haben. Jetzt interessiert mich, wie sich das Klickverhalten und Aufmerksamkeitsverteilung interessiert, wenn die Trefferlisten aus unterschiedlichen Content-Typen (“blended serch” oder bei Google “Universal search” ) besteht. Viele Untersuchungen gibt es nicht – aber einiges kommt dann doch zusammen:

OTO Insights “Implications of user engagement with search engine Result pages” (Mai 2009)

Bei dieser Untersuchung wurde das Eye-Tracking mit biophysikalischen Daten und einem Fragebogen zur Einschätzung von Emotionen kombiniert, um die Voraussetzungen für erfolgreiches SEM besser fassen zu können. Eine wichtige Fragestellung dabei war, wie sich die Neuerungen der SERP durch die Universal Search auf Aufmerksamkeit und Klickverhalten auswirken. Mit nur 17 Teilnehmern hat diese Studie die übliche Schwäche – allerdings wurden die Teilnehmer repräsentativ ausgewählt.

Dabei zeigte sich, dass bei Trefferlisten mit eingeblendeten Videos und Bildern, die User sich vor allem den oberen Bereich der Seite anschauen. Nur sehr vereinzelt gehen Blicke nach unten. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass Videos und Bilder viel stärker emotional wirken als Textausschnitte – und so die User davon abhalten, sich weiter umzusehen.

Bilder bilden für die Aufmerksamkeit eine Art Barriere nach unten .

Bilder bilden für die Aufmerksamkeit eine Art Barriere nach unten.

Enquiro Eye Tracking on Universal and Personalized Search (2007)

Die Studienleiter von Enquiro haben ja das Goldene Google Dreieck erfunden – und Gord Hotchkiss wollte wissen, ob es mit Universal Search weiterhin besteht oder ob eingeblendete Bilder hier das Scannen der Seite verändern.

Das Ergebnis: Bilder in den SERPs haben sehr großen Ausschlag auf den Verlauf des Blickes. Ausgangspunkt ist nicht mehr die linke obere Ecke, sondern das Bild, das sehr schnell anvisiert wird. Von hier aus wird die Seite in einer E-ähnlichen Form erkundet.

Vom Bild aus, wird die Seite in E-Form gescannt.

Vom Bild aus, wird die Seite in E-Form gescannt.

Das Bild bildet dabei eine Art Aufmerksamkeits-Zaun, der den Weg nach unten abschirmt und so dem oberen Teil der Seite mehr Bedeutung gibt.  Doch Hotchkiss bleibt bei der Interpretation der Ergebnisse eher zurückhaltend und  bemerkt, dass die Trefferliste jetzt eher eine dynamische Umgebung für den User wird. Weder das Goldene Dreieck noch das E werden sich durchsetzten, vielmehr wird sicher der User verhalten, wie beim Beefenpflücken – je nach Aufbau der Trefferseite.

iProspect Blended Search Results Study (April 2008)

Zusammen mit Jupiter Research hat das SEM-Beratungsunternehmen  iProspect eine Befragung zum Thema Suchverhalten durchgeführt. Rund 2.400 User wurden online befragt (die Befragten wurden anhand demographischer Kriterien ausgewählt und sollen bezüglich US-Usern repräsentativ sein).  Man wollte herausfinden, ob die Einblendung unterschiedlicher Treffer-Kategorien auf das Klickverhalten Einfluss hat. Dabei hat man die Trefferlisten der drei großen Suchmaschinen in den USA berücksichtigt: Google, Yahoo! und MSN.

Das erste Ergebnis: 68% der User klicken nur Ergebnisse auf der ersten Seite an, 92% beschränken sich auf die ersten drei Seiten. Interessant dabei ist, dass die Konzentration auf die erste Seite seit 2002 um fast 10 Prozentpunkte gestiegen ist. Wenn sie das Gesuchte nicht auf der ersten Seite finden, ändern 49% die Suchstrategie oder wechseln die Suchmaschine.

Das zweite Ergebnis: Die Ergebnisse der speziellen Kategorien werden angeklickt – vor allem News und Bilder.

iProspectBlendedResults

Die Frage: Welchen Content-Typ haben Sie in den letzten 6 Monaten bei einer normalen Suche angeklickt?

Studie von usability.de  “Goodbye Golden Triangle” (September 2009)

Das ist wohl die aufschlussreichste Studie (@shopzweinull: Danke für den Hinweis!) für die Aufmerksamkeitsverteilung bei Google-SERPs: Nach Einführung der Universal Search hat usability.de, eine Agentur für Usabiltiy und Testing, eine Studie durchgeführt. Im Usabilty-Labor wurden die Augenbewegungen von 30 Probanden beobachtet, um festzustellen, welchen Einfluss Universal Search auf das Leseverhalten hat. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Das Goldene Dreieck exisitiert nicht mehr, vielmehr  werden die Resultate unter den Bildern mit hoher Aufmerksamkeit betrachtet.
  • Das gleiche gilt für die Newszeile – die News-Ergebnisse werden zwar übersprungen, aber die Ergebnisse darunter erhalten etwas mehr Aufmerksamkeit.
  • Insgesamt haben sich neue prominente Stellen gebildet.  Platz 7 oder 8 hat an Bedeutung gewonnen.

Das Fazit dieser Studien – vor allem die eingebundenen Bilder ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und lenken den Blick eher auf den oberen Teil der Seite. Doch Eye-Tracking-Beobachtungen sind – wie einige ältere Studien gezeigt haben – nicht direkt auf das Klickverhalten übertragbar.

Hier schafft eine Neuerung bei den Google Webmaster-Tools neues Analyse-Potential: Google liefert genauere Daten für die Suchanfragen – und schon gibt es ein paar aktuelle Daten für die Klickraten auf einzelnen Positionen, z.B. hier oder hier. Das sind nur Stichproben – und ob Universal Search Ergebnisse eingeblendet waren oder nicht – kann aus den Daten wohl nicht herausgefiltert werden.

Vielleicht kann man sich da wirklich zusammentun und eine kleine Befragung oder eine Art von Studie fahren?

SEO in größerem Kontext – die Auffindbarkeit im Internet

Heute wird’s mal ein wenig grundsätzlicher – aber ich finde, nur wenn man sich über größere Zusammenhänge klar ist, kann man in der Situation die richtige Maßnahme ergreifen. Deswegen versuche ich heute mal SEO weg von der Google-Fixierung in einen größeren Kontext zu verstehen.

Nein, es geht nicht um Konkurrenz-Suchmaschinen, sondern um die grundsätzliche Fragen:

  • Wie kam der User an die Infos/ auf die Websites, die er braucht?
  • Wie kommt der User an die Infos/ auf die Websites, die er braucht?
  • Wie wird der User an die Infos/ auf die Websites kommen, die er braucht?

Dazu hat sich Jeff Jarvis, Journalist und Online-Experte, in seinem Blog Buzzmachine ein paar sehr interessante Gedanken gemacht.

Von der Marke zum maßgeschneiderten Content

Die Bereiche des Findens

Marken

Zu Beginn des Internets griffen die Leser auf Bewährtes zurück. Wer sich informieren wollte, schaute auf spiegel.de. Marken waren erfolgreich, weil sie die Verbreitung und den Zugang zu Informationen kontrollierten. Einweg-Info, Massenware und Flüchtigkeit sind nach Jarvis die Kennzeichen dieser Art der Informationsdistribution.

Suche/Suchmaschinen

Das aktuelle Arbeitsfeld der Suchmaschinenoptimierer. Nicht mehr die Versorgung mit Infos spielt eine Rolle, sondern die Nachfrage. Neu ist, dass der User die Vorgabe gibt, nicht mehr der Content-Produzent – neu ist auch die neue Vermittlungsstelle: Suchmaschinen.

Aggregatoren

Sehr aktuelle, “verderbliche” Informationen, wie etwa Nachrichten, sind die Schwachstellen bei Suchmaschinen. Denn inhaltliche Relevanz wird höher bewertet als (Tages-)Aktualität – das ist auch bei den meisten Themen die richtige Strategie – nicht aber bei eher kurzlebigen Themen.

Hier springen die Aggregatoren ein, wie z.B. Goolge News oder Rivva.  Hier kann der User sein Themenfeld aussuchen und über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Links von Social Media

Die Linkempfehlungen von Experten und Freunden auf Twitter oder Facebook nehmen an Bedeutung zu: Facebook hat sich einer Untersuchung von Hitwise zu Folge – auf Platz 4 der Websites vorgearbeitet, von denen die User auf die Nachrichtenseiten kommen.  Die User, die auf diese Weise an die Infos kommen, die sie interessieren, nutzen sicher weniger häufig Suchmaschinen.

Algorithmus-Autorität

Ein sperriges Wort – aber ein interessantes Phänomen, dem Internet-Spezialist Clay Shirky diesen Namen gegeben hat. Es geht um Glaubwürdigkeit im Netz. Shirky stellt fest, dass bisher Institutionen die Autorität gebildet haben (“Das steht im Brockhaus”), sich jetzt aber Autoritätsbildung durch die Masses durchsetzt, d.h. durch die Prüfung und Bewertung vieler (wie etwa bei Wikipedia).

Genau das soll der Google  PageRank bewerten, denn User sind immer auf der Suche nach glaubwürdigen Informationen.

Vorausschauende Content-Erstellung

Diese Art von Content-Produktion ist für den Journalisten Jarvis noch echte Zukunftsmusik – aber in der Suchmaschinenoptimierung in Teilen schon Realität. Content wird nach einer Analyse der User-Bedürfnisse produziert. Was suchen die User? Welche Artikel auf der Seite werden besonders häufig angeklickt? Online-Userbefragung: Die Wege, die Wünsche der User zu erfassen sind unterschiedlich, doch ohne die Analyse funktioniert keine SEO-Maßnahme.

SEO in größerem Kontext erweitert die Palette der SEO-Maßnahmen

Die “Bereiche des Findens” wie sie Jeff Jarvis formuliert hat, sind sicher nicht umstritten – aber sie machen deutlich, warum eine Google-Fixierung für die Auffindbarkeit der eigenen Website sehr einschränkend sein kann:

Suchmaschinen waren, sind und werden nicht die einzigen Wege sein, wie die User zu ihren Informationen kommen. Sie sind im Augenblick die großen Tore – es gibt aber keine Garantie, dass das so bleibt. Und die anderen Zugangswege zu prüfen und dafür auch Strategien zu entwickeln, kann auch Ideen für das “echte” SEO bringen.

Top-Ranking-Faktoren erklärt (1): Domain Trust & Authority

Einen Überblick über die Top-Ranking-Faktoren habe ich ja bereits gegeben: Die Studie von Rand Fishkin zeigt, wie die Top 70-SEOs die Wichtigkeit der einzelnen Bereiche beim Google-Ranking einschätzen. Eine gute Gelegenheit, sich diese Bereiche einmal näher anzuschauen. Wir starten mit Platz 1: Domain Trust and Authority. Darunter verstehen die SEO-Fachleute die Glaubwürdigkeit und die Autorität einer Domain.  Scott Willoughby hat das in einem Video schön erklärt:

1 Wie schätzt Google die Glaubwürdigkeit (Domain Trust)  einer Website ein?

Nähe erzeugt Glaubwürdigkeit

Ein entscheidender Faktor ist die Nähe zu anderen glaubwürdigen Websites. Wenn www.bundesregierung.de oder www.zeit.de auf Ihre Website verlinkt, glaubt Google, dass Ihre Website sicher kein Spam ist.
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Die Top-Ranking-Faktoren

Wie bereits bei der Google-Bombe gelernt: Die Benennung der Backlinks spielt eine enorm wichtige Rolle bei den Google-Ranking-Faktoren.

Rand Fishkin von SEOmoz.org hat die 70 wichtigsten Suchmaschinenoptimierer befragt und aus ihren Antworten die Bedeutung der einzelnen SEO-Maßnahmen gewichtet. Parallel dazu hat er hunderte von Suchergebnissen ausgewertet.

Hier seine Topliste:
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