Suchmaschinenoptimierte Website-Architektur und interne Verlinkung sind bei der Diskussion um das “PageRank Sculpting” ein wenig unter die Räder gekommen. Spätestens nach der Stellungnahme von Matt Cuts zum Thema hat das Engagement bei der Kontroverse um Vergabe des Nofollow-Vermerks bei bestimmten Links stark nachgelassen. Auch wenn technischer Ersatz gesucht wird.
Es wäre aber ein großer Fehler, sich beim Thema interne Verlinkung bei der Suchmaschinenoptimierung jetzt allein auf technische Lösungen zu konzentrieren oder es ganz aussen vor zu lassen. Interne Verlinkgung ist weiterhin relevant für Google und bleibt ein wichtiger Baustein der On-Page-Optimierung.
Die 1. SEO-Regel zur internen Verlinkung ist ganz einfach: Untereinander vernetze Seiten und kurze Wege sind gut – für den Nutzer und die crawlende Suchmaschinensoftware. Komplexer Website-Aufbau und zu tiefe Hierarchien führen dazu, dass Unterseiten spät oder gar nicht indexiert werden.
Die 2. SEO-Regel zur internen Verlinkung ist ein wenig kompliziert: zu viele Links sind nicht gut, da sonst die Link-Power unterwegs verloren geht.
Und jetzt?
Eine Lösung bietet sich in einem Perspektivenwechsel und einer Methodenkombination an. “What works for Google works for users”, kommentiert Scott Smigler bei searchengeineland.com und schlägt eine neue Art von PageRank Sculpting vor.
So kann eine suchmaschinengerechte Navigationsstrategie entwickelt und umgesetzt werden.
Analyse:
1) Keywordanalyse: Auf welche Keywords sind die einzelnen Seiten optimiert? Welche sind sehr umkämpft? Welche sind für die Optimierung erfolgversprechend?
2) Tracking der Website: Welche Seiten sind bei Ihren Besuchern besonders beliebt? Wie verlaufen die Besucherströme?
Hier geht es darum, die erfolgversprechendsten Seiten Ihrer Website herauszufiltern. Die Top-Seiten sind diejenigen, bei denen sich das SEO-Potential und die Beliebtheit bei den Usern überschneiden. Ein leichtes Plus sollten Sie den Seiten vergeben, die von den Usern häufig angesteuert werden. Je beliebter eine Seite bei den Besuchern ist, desto höher ist die Wahrscheinlickeit, dass sie Backlinks erhält – und dass sie Ihre SEO-Relevanz steigert.
Maßnahmen
Es geht jetzt um die Steuerung der Links, so dass der Linkjuice nicht zu sehr verwässert wird.
- Die Topseiten kommen auf der Hierarchiebene nach oben. Damit werden sie schneller indexiert und besser bewertet.
- Verbessern Sie das Rankingpotential der Seiten mit guten Keywords, indem Sie von schwächeren Seiten mit ähnlichem Content auf sie verlinken. Achten Sie darauf, dass sie die Keywords als Linkbennenung verwenden.
- ausgehende Links sinnvoll einsetzen: Statt von einer Seite auf zehn andere mit ähnlichem Content (und niedriger SEO-Relevanz) zu verweisen, könnte es klüger sein, nur einen Link zu setzten und von da aus zu verlinken.
- Beseitigen Sie Schleifen, das sind Links, die (über Umwege) wieder auf die Seite zurückkommen.
Prüfung
Die Auswirkungen dieser Maßnahmen können Sie an zwei Stellen prüfen: Zum einen bei Ihrer SEO-Analyse. Wie haben sich die Positionen Ihrer Keywords verändert? Und zum anderen beim Besucherverhalten – welche Änderungen können Sie hier verzeichnen?
Die Prüfung der Maßnahmen kann durchaus wieder neue Wege für die interne Verlinkung aufzeigen.
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