Es ist nichts mehr Neues, dass Google die Suchergebnisse mit Universal Search Inhalten anreichert. Neben Bildern, Shopping-Ergebnissen oder Maps spielen Videos die wichtigste Rolle. Knapp 50 Prozent der Universal-Search-Integrationen gehören zum Typ Video.

Quelle: /blog.searchmetrics.com
Und nicht nur die Anzahl der angezeigten Video-Treffer ist ein Argument dafür, sich eingehender mit der Optimierung von Online-Videos zu beschäftigen. Auch die Anzeige der Video-Treffer hat sich verändert: Videos nehmen mehr Platz in den Trefferlisten ein. Aber wie optimiert man eigentlich Videos für Suchmaschinen?
Maßnahmen zur Video-Optimierung
Einige Faktoren, die das Einblenden von Videos bei der Universal Search beeinflussen, habe ich bereits vorgestellt. Dazu gehört unter anderem die Verwendung von Keywords im Titel, in der Beschreibung und im Namen der Video-Datei. Doch wie sieht es mit dem gesprochenen Text im Video selbst aus? Hat er Auswirkungen auf das Ranking? Können Suchmaschinen sogar den Text von Online-Videos auslesen?
Anfänge der automatischen Transkription
Während des amerikanischen Wahlkampfs 2008 startete Google mit GAudi einen Versuch, Videoinhalte automatisch zu indexieren und so eine Schlagwortsuche in den gesprochenen Videoinhalten zu ermöglichen. Suchte man beispielsweise eine bestimmte Stelle in einer Rede von Obama, ermöglichte einem die Schlagwortsuche, genau an der Stelle einzusteigen, in der das spezielle Wort genannt wurde.
Ausweitung auf die gesamte Google-Suche?
Schon damals wurde über eine Ausweitung der Funktion auf die Google-Suche gemutmaßt. Würde eine Spracherkennungs-Funktion integriert, wäre eine Anpassung des gesprochenen Video-Inhalts selbstverständlich ein fester SEO-Bestandteil. Doch bis heute scheinen die Entwickler nicht so weit zu sein. Dennoch gibt es Gründe, auch gesprochene Textinhalte auf Keywords zu optimieren.
Backlinks mit Keywords generieren
Backlinks sind das Ranking-Kriterium Nummer Eins – vor allem dann, wenn sie das richtige Keyword enthalten. Zum einen empfiehlt es sich also das Keyword im Video-Titel unterzubringen, und darauf zu setzen, dass er bei Verlinkungen übernommen wird. Aber auch der gesprochene Text kann die Verlinkung beeinflussen. Kommen die Schlüsselbegriffe im Video vor, steigt die Chance, dass Benutzer unbewusst mit dem “richtigen” Begriff verlinken.
Video-Inhalte in Untertiteln
Stellt man ein Transkript der optimierten Video-Inhalte zur Verfügung, schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Als Untertitel eingeblendet, trägt man zur Barrierefreiheit bei. Bindet man die Untertitel indizierbar ein, so erkennt die Suchmaschine darin ebenfalls die enthaltenen Keywords.
Was Google heute nicht kann …
… kann Google vielleicht morgen. Auch wenn Spracherkennung heute noch kein Teil der Google-Suchfunktion ist, so ist nicht auszuschließen, dass sie es morgen oder übermorgen sein wird. Wer bereits zum jetzigen Zeitpunkt die gesprochenen Inhalte mit Keywords versieht, lehnt sich gespannt zurück und wartet ab, wann die Google-Entwickler so weit sind.
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