Web-Shops und das Problem mit Duplicate Content

Produktbeschreibungen, Herstellerinformationen, Preis, vielleicht noch Kundenbewertungen – viel mehr Content ist bei den meisten Web-Shops nicht zu finden. Die meisten Texte werden vom Hersteller geliefert und sind auf vielen Shops zu lesen. Nicht selten umfasst ein Web-Shop tausende von Produkt-Seiten, die fast identisch sind mit Produktseiten anderer Shops. Wenn dann Google mit der Abstrafung von doppeltem Content droht, dann wissen viele Shop-Betreiber nicht, was sie mit ihrem doppeltem Content tun sollen.

Zum Problem, wie man mit solchen weit verbreitetem Content auf vielen Seiten umgehen kann, hat vor kurzem Rand Fishkin einige interessante Aspekte angerissen:

  • Der beste Weg ist, eigenen zusätzlichen unique content dazu stellen, um sich von den Inhalten der Konkurrenz abzuheben
  • In technischer Hinsicht schlägt er vor, doppelten Content in I-Frames einzubinden (ist aber, wenn man die Kommentare liest, ziemlich umstritten)
  • Ein wenig schwammig bleibt sein Hinweis, die Content Schnippsel aus anderen Quellen so zusammenstellen, zu visualisieren und zu überarbeiten, dass sie dem User einen Mehrwert bieten.  Reicht da eine eigene Zusammenfassung in drei Sätzen? Und wie erkennt Google, dass eine Grafik einen Mehrwert bietet?

Einen greibaren Lösungsvorschlag bietet Rand hier nicht wirklich. Natürlich wünscht sich Google eine Mehrwert für den User (auf diesen Aspekt ist Rand in seinem Video über “unique content” bereits deutlich eingegangen), aber manche Shop-Betreiber müssen einfach rechnen, wie viel Zeit und Geld sie in die Überarbeitung ihrer Produktseiten stecken müssen, um zumindest nicht angreifbar zu sein. Immerhin erkennt Matt Cutts doch an: “Duplicate content can happen! (…) ”