Archiv für Juni, 2009

Welche Suchmaschine ist Ihre Beste?

In letzter Zeit habe ich ja ein paar Mal über neue Suchmaschinen berichtet. Und nicht immer war es klar, ob die “Neue” jetzt besser ist als Google.  Meist wurde über die Präsentation der Ergebnisse diskutiert und darüber, ob die zusätzlichen Funktionen jetzt wirklich das Suchen erleichtern oder sonst einen Nutzen haben.

Doch zurück zum Kerngeschäft der Suchmaschinen “gute Treffer liefern”. Ist der Marktführer Google da wirklich überlegen? Um das zu beantworten kann man sich den Kopf zerbrechen, über die Größe des Index oder den PageRank-Algorithmus und wird wahrscheinlich trotzdem zu keinem objektiven Ergebnis kommen.

Wie wär’s stattdessen mit einem subjektiven  Eindruck in Form einer “Blindverkostung“:  Wenn Sie nicht wüssten, welche Trefferliste zu Google gehört, würden Sie Google wiedererkennen? Bringt Google Ihrem subjektiven Eindruck nach die besten Ergebnisse?
Das können Sie bei “Blind Search” ausprobieren. Ich habe es getan und war ganz schön überrascht. Nein, ich habe nicht immer für Google gestimmt. Und Sie?

Wie hoch sollte mein Twitter-Budget sein?

In der Diskussion um die Höhe des Budgets für SEO und SEM Maßnahmen kam mir neulich ein Gedanke, den ich für wichtig erachte. Nehmen wir also mal an…


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3 Gründe für die Optimierung auf Keyword-Kombinationen

Ich hatte es ja bereits vorgestellt: eine Studie zeigt, die Suchanfragen werden länger. Jahrelanges  Training mit Google hat den Effekt, dass viele User mehrere Suchwörter in die Maske eingeben, um ihre Suche  zu präzisieren.

Für die Suchmaschinenoptimierung heißt das, der Pool der möglichen Keywords ist größer geworden – es kommen  Wortkombinationen hinzu. Der User sieht keine Chance mehr zu der Information zu kommen, die er braucht, wenn er einfach “Auto” eingibt.  Er ergänzt hier vielleicht “kaufen”.
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Checkliste: Regeln für den Linktext – die Rolle der Keywords

Linktexte – also Textpassagen, mit denen auf  Webseiten auf ihre Seiten verlinkt wird spielen bei Google & Co eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund lohnt es sich Zeit und Geld in die Pflege dieser Texte zu investieren.


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SEO Agenturen – so finden Sie die richtige (Teil 1)

Sie haben ein Budget, das Sie in die Suchmaschinenoptmierung investieren wollen.  Ein Inhouse-SEO erscheint Ihnen zu hoch gegriffen, brauchen eine SEO-Agentur oder einen freien Suchmaschinenoptimierer.

Das Angebot ist groß – Google spuckt beim Suchwort “SEO Agentur” 440.000 Treffer aus – doch wie finden Sie eine Agentur, die gute Arbeit leistet und zu Ihrem Unternehmen passt?

Das ist gar nicht so einfach, denn gerade in diesem Bereich gibt es weiße und schwarze (vielleicht auch graue) Schafe. Und die kann man auf den ersten Blick nicht unbedingt auseinander halten.

Zunächst die groben Kriterien, um richtige Mißgriffe zu vermeiden, bevor Sie zum Telefonhörer greifen:

  • streichen Sie die Agenturen mit Platzierungsgarantie - garantiert wird hier höchstens Unseriösität
  • Wie sichtbar ist die Agentur im Netz – gelingt ihr eine gute Platzierung bei  Google für sich selbst? Nein, nicht mit dem Firmennamen suchen.
  • Wie sieht die Website aus? Hier gelten die wichtigsten Regeln für die Glaubwürdigkeit, die ich bei text-gold und hier zusammengestellt habe.  Neben Sie vor allem die “Über”-Seite in Augenschein – zu aufgeblasene Jobtitel sollten Sie abschrecken.

Sie haben eine Vorauswahl getroffen oder ist Ihnen eine Agentur empfohlen worden? Schön – jetzt können Sie loslegen und die Kandidaten ihrer engeren Auswahl auf Herz und Nieren prüfen.

Bei der ganzen Suche Sie sind nicht ganz schutzlos – wie ein Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf vom 17.07.08 – zeigt (via SEO Scene):

Leitsatz:

1. Ein Unternehmen hat keinen Vergütungsanspruch aus einem Internet-Dienstleistungsvertrag, wenn es Zusagen macht und Gestaltungsmöglichkeiten in Aussicht stellt (hier: Suchmaschinenoptimierung), die es nicht erfüllt.

2. Sichert ein Unternehmen seinem Kunden zu, dass er bei Eingabe bestimmter Suchwörter durchgängig unter den ersten zehn Treffern bei Google platziert ist, reicht es für die vertragliche Erfüllung nicht aus, wenn der Kunde nur bei Kombination von verschiedenen Suchwörtern entsprechend positioniert ist. Geschuldet ist die Platzierung für einzelne Suchbegriffe.
(Quelle: Suchmaschinen & Recht)

Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen.

(Fortsetzung folgt)

Bing – neue Suchmaschine von Mircrosoft ist da

Bingo! Bing heißt das neue Baby von Microsoft und ist einen Tag vor Termin eingetroffen. Und hübsch ist es – keine Frage. Ein ansprechend einfaches Layout mit großer Eingabemaske und idyllischem Hintergrundbild.

Die zweite Stärke:  Schnelligkeit. Mindestens Goolge-Tempo – vielleicht auch schneller. Auf die Ergebnisse will kein User auch nur eine gefühlte Sekunde warten.

Sehr praktisch finde ich auch die Präsentation der Videos. Wenn man mit der Maus über die Ergebnisse fährt, sieht man eine sehr kurze Vorschau des Films.  Wer die Bing-Tour anklickt kann sofort erkennen, dass die Macher großen Wert auf die Optionen “Einkaufen” und “Reisen” gesetzt haben.

Bing ist keine Suchmaschine sondern eine Entscheidungsmaschine

unterstreicht Microsoft- Managerin Dorothee Ritz. Der Fokus liegt auf den komplexen Suchanfragen,  wie sie für Kaufentscheidungen typisch sind. In Deutschland soll hier das Einkaufs- und Bewertungsportal Ciao eingebunden werden.

Schade, dass man in der deutschen Version ein User zweiter Klasse ist. Wer alle Features ausprobieren will, muss Sprache und Land auf USA-English umstellen.

Trotzdem ist Bing insgesamt sehr ansprechend. Vor allem, wenn man statt Google Microsoft Live Search als Maßstab nimmt, sind die Verbesserungen immens. Mit dem riesigen Werbetat und der (in den Foren heftig diskutierten und negativ gewerteten) Verknüpfung mit dem Internet Exlorer 6  kann Bing Google durchaus Marktanteile abjagen.