Branchenbuch für SEO-Experten – ein Interview mit Tim Hildebrandt

Tim Hildebrandt bietet auf seo-dir – Die SEO-Experten eine Art Branchenbuch für den Bereich Suchmaschinenoptimierung an. Seo-gold hat ihn nach seiner Geschäftsidee befragt

seo-gold: Wie sind Sie auf die Idee für ein SEO-Verzeichnis gekommen?

Tim Hildebrandt: Ich habe selbst nach einem Verzeichnis gesucht, weil ich wissen wollte, was die Konkurrenz macht. Aber dann habe ich kein eigenes deutsches Verzeichnis im Bereich SEO gefunden.

seo-gold: An wen haben Sie gedacht als Sie das Verzeichnis konzipiert haben?

Tim Hildebrandt: Zielgruppe sind Unternehmen und Website-Betreiber, die einen SEO-Partner in ihrer Region suchen. Die sich mit ihrem Partner zusammensetzen und nicht alles telefonisch regeln wollen. Bei SEO-Dir haben Sie die Möglichkeit mit der Postleitzahl und der Umkreis suche entsprechende regionale Anbieter finden können.

seo-gold: Welche Auswahlmöglichkeiten bestehen sonst noch?

Tim Hildebrandt: Anhand einer erweiterten Suche können Besucher konkret Schwerpunkte ausfiltern, wie etwa SEO-Dienstleister, die nur mit Google Adwords arbeiten oder diejenigen, die sich auf off-page-Optimierung konzentrieren.

Man kann direkt über die Kategorien anklicken, die Anbieter selbst können das in ihrem Profil die Kategorien ankreuzen, die sie anbieten. Und so ist die Suche auch ganz gut gefiltert.

seo-gold: Auf der Website ist neben jedem Anbieter ein „SD-Rank“ angezeigt. Was zeigt denn dieser Balken an?

Tim Hildebrandt: Der SD-Rank soll aussagen, wie aktiv der SEO-Anbieter ist. Für die Punktzahl werden unterschiedliche Wie ausgefüllt sein Profil ist und wie viele Angaben er gemacht haben. Es gibt sehr viele Kategorien, die er ausfüllen kann, wenn er wirklich alle Angaben gemacht hat, kann der Rank auf 100 steigen.
Es wird auch so sein, dass die Anbieter auch Referenzen hinzufügen können. Viele Kunden wollen sehen, was die SEO-Anbieter bisher in ihrer Laufbahn gemacht haben.

seo-gold: Wenn ich eine SEO-Agentur habe, wie komme ich bei Ihnen ins Verzeichnis?

Tim Hildebrandt: Ganz einfach, oben rechts auf der Website ist ein Button, da kann man sich registrieren. Sie geben die Grunddaten ein und ich prüfe dann ihr Angebot genauer. Wenn alles korrekt ist, bekommt Sie als Dienstleister eine Freigabe. Dann können Sie sich einloggen und Ihr Profil erweitern. Wer will kann sogar News hinterlegen. Ich lege großen Wert darauf, dass die Dienstleister etwas von sich preis geben und hier Neuigkeiten und Informationen hinterlegen.

seo-gold: Nach welchen Kriterien würden Sie ein SEO-Agentur auswählen? Woran kann ich Seriosität erkennen?

Tim Hildebrandt: Es gibt da schon ein paar Punkte, die wirklich entscheidend sind. Wichtig ist z.B. zu wissen, ob sie Referenzen hat und auch. beschreibt, wie der Erfolg war. Es ist auch sehr wichtig, ob die Agentur in der Optimierungszeit Zwischenberichte abliefern. Es gibt wirklich Agenturen, die nehmen viel Geld und sagen in einem halben Jahr haben wir‘s geschafft. Aber ohne Zwischenberichte ist da nix sicher.

seo-gold: Herr Hildebrandt, vielen Dank für das Gespräch.

(Das Interview führte Adela Schneider)

Top-Unternehmen in den USA – keine Ahnung von SEO?

Verpasste Chanchen? Die Top-Unternehmen in den USA setzten auf  “paid search” – also bezahlte Anzeigen auf Suchmaschinenseiten und vernachlässigen gleichzeitig die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Websites. Das ist das Fazit der Studie ““Natural Search Trends of the Fortune 500: Q4/2009” – auf die ich via searchengineland gestoßen bin.

Die New Yorker SEO-Agentur “conductor” hat die Sichtbarkeit der 500 umsatzstärksten Unternehmen in den USA (die Liste führt das Magazin “Fortune” – deswegen Fortune 500) in den Trefferlisten der Suchmaschinen untersucht. Eine echte Fleißarbeit, denn Millionen von bezahlten Keywords mussten herausgefiltert und fast ebensoviele Suchanfragen durchgeführt werden.

Grundfrage war: Auf welchem Listenplatz stehen die Unternehmen bei den Suchwörtern, bei denen sie auch Anzeigen schalten?

Die (auf den ersten Blick) erschütternden Ergebnisse:

  • 53% sind auf den Trefferlisten nicht auf den ersten 100 (!) Plätzen mit den Keywords vertreten,  auf die sie Anzeigen geschaltet haben.
  • In den Top 50 der Suchergebnislisten erscheinen nur 25% der bezahlten Keywords (letztes Jahr waren es  nur 17%).
  • Nur 15% der Unternehmen schaffen es mit ihrem Anzeigen-Top-Keyword ein einigermaßen akzeptables Ranking zu erzielen.

Deutliche Zahlen – und wenn man sich die Summen ansieht, die die Unternehmen für bezahlte Keywords ausgeben, kann einem schwindlig werden: 3,4 Millionen $ täglich!  Da tauchen wirklich einige Fragen auf: Sind die Unternehmen nicht darüber informiert, dass man mit einem Bruchteil der Summe sehr gute SEO-Arbeit machen kann? Haben die entsprechenden Stellen in den Unternehmen wirklich keine Ahnung von Suchmaschinenoptimierung? Oder erscheinen die bekannten Wege – nämlich Geld gegen Anzeige – einfach sicherer?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieser Befund nicht auch der SEO-Strategie der Unternehmen geschuldet ist, bei bestimmten, z.B. sehr populären, Keywords Anzeigen zu schalten und bei andern auf die organische Suche zu setzten. Das widerspricht aber der Prämisse der Studie, dass für die Unternehmen die Keywords der Anzeigen auch automatisch die sind, bei denen sie auch auf den Trefferlisten oben stehen wollen.

Was glauben Sie?

Interne Verlinkung (2): SEO-Checkfragen

Nach dem im ersten Teil des Posts die Grundlagen der internen Verlinkung angesprochen wurden, habe ich hier eine kurze Checkliste zusammengestellt, mit der Sie prüfen können, ob Sie die wichtigsten SEO-Faktoren bei der Verlinkung berücksichtigt haben.

  • Gibt es unerreichbaren Content auf der Website?
    Machen Sie einen Durchlässigkeitscheck: Kommt man von Ihrer Startseite aus bequem auf alle Unterseiten oder gibt es versteckten Content? Natürlich gibt es Content, den Sie mit Absicht und gezielten Maßnahmen für die Suchmaschinen-Spider unerreichbar machen wollen. Aber weitaus häufiger ist der Fall, dass Content z.B. nur über die interne Suche zu finden ist.
  • Stimmt die Hierarchiestruktur?
    Über mehrere Hierarchieebenen organisierte Inhalte halten Nutzer und Suchmaschinen auf, weil sie zu oft klicken beziehungsweise weitergeleitet werden müssen, um zu den Detailinformationen zu kommen.

    Sehr flache Hierarchien verkürzen die Wege für User und Suchmaschinen. Von der Startseite aus, ist jeder Inhalt nur einen Klick entfernt. Der Nachteil ist, dass die Website leicht unübersichtlich wird. Bei der Strukturierung einer Website ist der Mittelweg tatsächlich der beste.

  • Haben Sie eine Sitemap?
    Mit Sitemaps informieren Sie die Suchmaschine, welche Inhalte die Software crawlen soll. Eine Maßnahme, die Rand Fishkin in einem Kommentar sehr positiv bewertet:

I’ve actually seen the results of Sitemaps be so positive for so many clients that despite the loss of visibility into architectural issues, I tell everyone that 99% of the time, you should be submitting as one of the first actions in your SEO campaigns.

  • Ist Ihre URL in Ordnung?
    http://www.seite.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/SeiteDE-Site/de_DE/-/EUR/OV_DisplayProductInformation-Start?BundlePage=2&isHappy55=false&CategoryName=sh8769281&dynPageSize=20&ListSize=20&isMorePage=true&ls=0&ProductID=8hd_AAAB6MQAAAEmCPFNPLTt&PageableID=&PageableName=&ProductPage=0

    Das ist eine echte URL (bis auf die Änderung des Domainnamens). Jedes “=”  steht für einen anderen Parameter – eine Variation des Content. Solche URLs entstehen, wenn der Content aus Datenbanken dynamisch generiert wird. Zwar kommen die Suchmaschinen inzwischen besser mit dynamischem Content zurecht – aber je weniger Parameter desto besser -  sagt Google: “There is no limit on the number of parameters, but a good rule of thumb would be to keep your URLs short“.

  • Stimmen die Links?
    Achten Sie darauf, dass Ihre Hauptnavigation in HTML progammiert ist- das ist die suchmaschinenfreundlichste Variante. Schalten Sie als Test in Ihrem Browser mal JavaScript aus und checken Sie die Funktionsfähigkeit Ihrer Links.
    Prüfen Sie auch, ob Ihr Linktext aussagefähig ist und wichtige Keywords enthält.

Interne Verlinkung (1): SEO aus Usability-Sicht

Suchmaschinenoptimierte Website-Architektur und interne Verlinkung sind bei der Diskussion um das  “PageRank Sculpting” ein wenig unter die Räder gekommen. Spätestens nach der Stellungnahme von Matt Cuts zum Thema hat das Engagement bei der Kontroverse um Vergabe des Nofollow-Vermerks bei bestimmten Links stark nachgelassen. Auch wenn technischer Ersatz gesucht wird.

Es wäre aber ein großer Fehler, sich beim Thema  interne Verlinkung bei der Suchmaschinenoptimierung jetzt allein auf technische Lösungen zu konzentrieren oder es ganz aussen vor zu lassen. Interne Verlinkgung ist weiterhin relevant für Google und bleibt ein wichtiger Baustein der On-Page-Optimierung.

Die 1. SEO-Regel zur internen Verlinkung ist ganz einfach: Untereinander vernetze Seiten und kurze Wege sind gut – für den Nutzer und die crawlende Suchmaschinensoftware. Komplexer Website-Aufbau und zu tiefe Hierarchien führen dazu, dass Unterseiten spät oder gar nicht indexiert werden.

Die 2. SEO-Regel zur internen Verlinkung ist ein wenig kompliziert: zu viele Links sind nicht gut, da sonst die Link-Power unterwegs verloren geht.

Und jetzt?

Eine Lösung bietet sich in einem Perspektivenwechsel und einer Methodenkombination an. “What works for Google works for users”, kommentiert Scott Smigler bei searchengeineland.com und schlägt eine neue Art von PageRank Sculpting vor.

So kann eine suchmaschinengerechte Navigationsstrategie entwickelt und umgesetzt werden.

Analyse:

1) Keywordanalyse: Auf welche Keywords sind die einzelnen Seiten optimiert? Welche sind sehr umkämpft? Welche sind für die Optimierung erfolgversprechend?

2) Tracking der Website: Welche Seiten sind bei Ihren Besuchern besonders beliebt? Wie verlaufen die Besucherströme?

Hier geht es darum, die erfolgversprechendsten Seiten Ihrer Website herauszufiltern. Die Top-Seiten sind diejenigen, bei denen sich das SEO-Potential und die Beliebtheit bei den Usern überschneiden. Ein leichtes Plus sollten Sie den Seiten vergeben, die von den Usern häufig angesteuert werden. Je beliebter eine Seite bei den Besuchern ist, desto höher ist die Wahrscheinlickeit, dass sie Backlinks erhält  – und dass sie Ihre SEO-Relevanz steigert.

Maßnahmen

Es geht jetzt um die Steuerung der Links, so dass der Linkjuice nicht zu sehr verwässert wird.

  • Die Topseiten kommen auf der Hierarchiebene nach oben. Damit werden sie schneller indexiert und besser bewertet.
  • Verbessern Sie das Rankingpotential der Seiten mit guten Keywords, indem Sie von schwächeren Seiten mit ähnlichem Content auf sie verlinken. Achten Sie darauf, dass sie die Keywords als Linkbennenung verwenden.
  • ausgehende Links sinnvoll einsetzen: Statt von einer Seite auf zehn andere mit ähnlichem Content (und niedriger SEO-Relevanz)  zu verweisen, könnte es klüger sein, nur einen Link zu setzten und von da aus zu verlinken.
  • Beseitigen Sie Schleifen, das sind Links, die (über Umwege) wieder auf die Seite zurückkommen.

Prüfung

Die Auswirkungen dieser Maßnahmen können Sie an zwei Stellen prüfen:  Zum einen bei Ihrer SEO-Analyse. Wie haben sich die Positionen Ihrer Keywords verändert? Und zum anderen beim Besucherverhalten – welche Änderungen können Sie hier verzeichnen?

Die Prüfung der Maßnahmen kann durchaus wieder neue Wege für die interne Verlinkung aufzeigen.

Die 10 wichtigsten Rankingfaktoren – aus schweizer SEO-Sicht

Wer hat’s erfunden? In diesem Fall einmal nicht die Schweizer. Angelehnt an die Kollegen aus den USA und deren “Search Engine Ranking Factors 2009” ,  sind 2010 die schweizer SEOs dran. Sie haben ihre Einschätzung über die wichtigsten Ranking Kriterien abgegeben und einige Top-Listen zusammengenstellt.

Hier die 10 wichtigsten Rankingfaktoren der schweizer SEOs:

  • Platz 10
    “Wachstumsrate externer Links”. Zuviel deutet auf schiefe Pfade hin, zu wenigauf eine inaktive Website.
  • Platz 9
    “Keyword-Varianz in externen Links”
    . Hier gilt die Regel “variatio delectat” – Abwechslung gefällt.
  • Platz 8
    “Vielfalt von Domains, die auf die Website linken”.
    Siehe oben.
  • Platz 7
    “Externe Link-Popularität”
    . Die Zahl der Links zählt auch – nicht nur die Qualität.
  • Platz 6
    “Keyword-Gebrauch irgendwo im Title Tag”
    . Kommentar eines SEOs: “Wir sind der Meinung, dass das Keyword an zweiter Stelle im Title Tag noch besser ist als an erster Stelle.”
  • Platz 5
    “Keyword-Gebrauch zu Beginn des Title Tags”
    .
  • Platz 4
    “Links von thematisch verwandten Websites”.
    Platz 3 und 4 vereinen die US-SEOs zum “Domain Trust & Authority” und setzen diese Kategorie auf Platz 1.
  • Platz 3
    “Links von Hubs und Authority Sites”.
  • Platz 2
    “Keyword-haltige externe Links”.
    Es ist entscheidend, mit welchem Linktext auf Sie verlinkt wird.
  • Platz 1
    Gold geht an:
    Einzigartiger Content”. Während die US-Kollegen sich stärker auf den Linkaufbau konzentrierten, setzen die Schweizer voll auf Content. Bodenständig.

SEO – Wer mischt alles mit im Unternehmen? (2)

Bei der Suchmaschinenoptimierung müssen viele Abteilungen an einem Strang ziehen. Ich habe Ihnen in einem ersten Teil kurz vorgestellt, wer dabei alles mitmischt (oder zumindes mitmischen sollte) – hier die Fortsetzung

Vertrieb

Die Vertriebsleitung ist das direkte Verbindungsglied  zum Kunden. Er kennt die Bedürfnisse und die Situation der Kunden. Sie kann man  ins Boot bekommen, wenn man erklärt, dass man durch viele SEO-Maßnahmen und -Analysen herausfinden kann, worauf die Zielgruppe am besten anspricht.  Der Vertrieb kann entscheidene Infos bei der Keyword-Auswahl liefern: Welche Wörter und Phrasen verwenden die Kunden für die Produkte oder um ihr Anliegen zu beschreiben?

Marketing

Falls das Marketing SEM betreibt, sind die Mitarbeiter in einigen Bereichen auch SEO-Experten und ziehen (hoffentlich) mit dem SEO am selben Strang. Doch auch Maßnahmen außerhalb des Suchmaschinen-Marketing sind SEO-relevant und sollten in Abstimmung durchgeführt werden. So erzeugen Pressemitteilungen oder andere öffentlichkeitswirksame Kampagnen wichtige Backlinks. Ein guter SEO arbeitet mit der Marketing-Abteilung eng zusammen.

Online-Redaktion

Die Online-Redaktion hat natürlich großes Interesse, dass ihr Content gelesen, angeschaut oder gehört wird. Wenn die Suchmaschinenoptimierung höhere Besucherzahlen verspricht, ist sie wahrscheinlich gut zu überzeugen. Sie können dem SEO helfen, die Statistiken und Daten auszuwerten: Welcher Content war besonders erfolgreich? Die Online-Redaktion ist ein wichtiges Rad am SEO-Wagen, denn sie bringt die Keywords an die richtige Position und sorgt für die richtigen Verlinkungen. Auf der einen Seite erzeugt guter Content natürliche Links – auf der anderen Seite sind sie für die Umsetzung der Verlinkungsstrategie bei den ausgehenden Links zuständig.

Deswegen muss die Online-Redaktion in Sachen SEO geschult und immer auf dem Laufenden gehalten werden. Zusätzlich ist es sinnvoll mit der Online-Redaktion SEO-Leitlinien führ die Redaktionsarbeit zu entwickeln.

SEO – wer mischt alles mit im Unternehmen (1)

SEO – Wer mischt alles mit im Unternehmen? (1)

SEO – die Abkürzung wird genauso für die Suchmaschinenoptimierung wie für den Suchmaschinenoptimierer verwendet. Doch die sprachliche Übereinstimmung täuscht, denn nicht nur SEOs machen SEO. Der Kreis der Beteiligten bei der Suchmaschinenoptimierung ist viel größer – muss viel größer sein, sonst ist eine nachhaltige Verbesserung der Auffindbarkeit einer Website nicht möglich. Aber nicht alle Abteilungen im Unternehmen sind von der Notwendigkeit und der Wirksamkeit von Suchmaschinenoptimierung überzeugt.

Zu diesem Thema hat sich Rob Ousbey bei seomoz.org ein paar interessante Gedanken gemacht, die ich hier aufgreifen möchte.

Seine Grundfragen: Wer hat welche Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung? Welche Infos können die einzelnen Personen “dem SEO” liefern?

CEO (Geschäftsführung)

Ihn interessiert das große Ganze. Für die Suchmaschinenoptimierung nimmt ihn vor allem die Aussicht auf einen guten ROI ein. Die Unterstützung der Geschäftsführung ist entscheidend für gute Optimierungsarbeit, deswegen sollten Einwände und Vorschläge von dieser Seite besonders ernst genommen werden – sonst fährt man mit angezogener Handbremse.

Leitung IT

Technische Aspekte nehmen bei der Suchmaschinenoptimierung einen großen Raum ein. Die IT-Abteilung kennt die Feinheiten der Website, deswegen sollten alle technischen Maßnahmen mit der IT abgesprochen sein. Ideal ist es, wenn ein Teil der Arbeitszeit in der IT für die Suchmaschinenoptimierung eingesetzt werden könnte.

Web-Designer und Web-Entwickler

Basis jeder erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung ist die saubere Codierung und das geeignete Design. Deshalb müssen Web-Designer und Web-Entwickler sowohl die Grundlagen kennen als auch über die neuesten Entwicklungen informiert sein. Im Idealfall sind sie selbst dazu motiviert, sich die passenden Infos zu holen – sonst muss der SEO ran und gerade bei Relaunches Web-Designer und Web-Entwickler einweisen.

(Fortsetzung folgt)

Top Five 2009 bei seo-gold

Hier die beliebtesten seo-gold-Beiträge 2009:

  1. Wie hoch sollte mein Twitter-Budget sein?
  2. 8 Tipps: Wie Sie spielend einen (Back) Link erhalten
  3. Was man von der Google Bombe lernen kann
  4. Erhöht Textoptimierung das Suchmaschinen-Ranking?
  5. Suchmaschinenoptimierung, die Online-Redaktion ist der Schlüssel

SEO 2010 live – die interessantesten Veranstaltungen für Entscheider

Halten Sie sich ein paar Termine frei.  SEO-Experten live sehen, Infos aus erster Hand bekommen und sich mit Fachleuten und Entscheidern austauschen: eine gute Veranstaltung bringt oft mehr als langwierige Recherchen.

Ich habe Ihnen hier einge interessante Veranstaltungen im deutschprachigen Raum zum Thema SEO und SEM für die erste Hälfte dieses Jahres zusammengestellt:

  • 26. Februar SEMSEO 2010 in Hannover. Diese Veranstaltung der Abakus Internet Marketing GmbH hat schon Tradition in der SEO-Szene. Das Programm ist breit gefächert – besonders interessant sind die Panels “Organisation von SEO in Unternehmen” und die SEO-Klinik, wo Sie die Top-Berater auf Ihre Website schauen lassen können. Für viele Insider ist der anschließende Pubcon – also der gemeinsame Pubbesuch – die Pflichtveranstaltung in Hannover.
  • 13.-14. März SEO CAMPIXX 2010 in Berlin. Marco Janck von der Agentur Sumaga ist Organisator dieses Barcamps mit Untertitel “return of the spirit”. Das Programm steht jetzt noch nicht fest – die Referenteliste liest sich wie das Who-is-Who der deutschen SEO-Szene. Nur zuschauen gibt’s aber in Berlin nicht – der Barcampgedanke soll nicht ganz aufgegeben werden.
  • 17. März SEO: Methoden und Instrumente für Online-Redakteure in Frankfurt. Wir von aexea veranstalten einen Workshop,  in dem Sie das Handwerkszeug mitbekommen, um Ihre Inhalte suchmaschinenfreundlich zu gestalten.
  • 23.-24. März SMX München in München. Wenn Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing auf Ihrer Agenda stehen, dürfen Sie dieses Ereignis nicht verpassen. Workshops und Vorträge (internationale Experten) lassen keine Wünsche offen. Die Veranstalter geben sich Mühe, sowohl den Einsteigern einen guten Überblick zu bieten als auch Experten über Feinheiten diskutieren zu lassen.
  • 18.-19. Mai a4u Expo Europe in München. Der Treffpunkt der europäischen Affiliate Marketing Szene. Die Veranstaltung in Amsterdam war ein voller Erfolg – und war sehr SEO-lastig. Interessant in Amsterdam: auch Randbereiche der Suchmaschinenoptimierung,  “extremes  SEO” und ethische Überlegungen wurden einbezogen. Das klingt auch für München vielversprechend.

Und auf welcher Veranstaltung kann man Sie treffen? Oder sind sie ganz woanders?

26. Feb 10 SEMSEO 2010, Hannover, Germany Hannover semseo.abakus-internet-marketing.de
März ecommerce div. www.ecommerce-conference.de
13.-14. März 2010 SEO CAMPIXX 2K10, Berlin Berlin seo-campixx-10.de
23.-24. März 2010 SMX Munich, Germany München searchmarketingexpo.com/munich
18.-19. Mai 2010 a4u Expo Europe, Munich München a4uexpo.com/europe/

Google Universal Search (1) – mehr als eine bunte Trefferliste

Mehr als nur Multimedia auf der Trefferseite. Die Google Universal Search ist interessantes Phänomen – nicht nur, dass sie die Trefferseite abwechslungsreicher und attraktiver macht: Sie öffnet einem auch die Augen dafür, dass man mit der einfachen Suche in die Google Maske nicht alles findet. Die Suche über verschiedene Content-Formate ist eine echte Herausforderung für die Suchmaschinen.

Einige dieser Ergebnisse werden über Datenbanken ausgelesen – gehören also zum Deep Web, das für Google früher ein echtes Problem war. Wenn die aktuellen Temperaturangaben auf Mallorca oder ein Produkt in einem Online-Shop angezeigt werden – dann sind das nicht einfach indizierte Webseiten, sondern Inhalte, die Google erst generieren muss.  Teilweise scheint Google auf einige Seiten Formulare dafür Formulare auszufüllen.

Noch ist nicht jede Googlesuche universell. Im Februar wurden 17 % der Suchanfragen als Universal Searchergebnis ausgegeben – das hat Johannes von Sistrix herausgefiltert. Inzwischen wird der Anteil eher höher sein.

Auf den ersten Blick erkennen kennzeichnen die Bilder auf der SERP die Universal Search, doch es gibt viel mehr Bereiche, die hier eingebunden werden – allerdings stechen sie nicht so hervor.

  • Bilder
  • Videos
  • Maps
  • News
  • Blogs
  • Google Products
  • Google Books
  • andere Datenbanken, wie z.B. Wetter, Branchenbucheinträge usw.

Wie die Analyse von Sistrix ergeben hat – sind nicht alle Kategorien gleichmässig vertreten. Auf häufigsten werden die Ergebnisse der Produktsuche (48%) und am seltensten die Blogsuche (3%) eingebunden.  Interessant ist auch, dass es Vorlieben von Google gibt, wo die einzelnen Bereiche auf der Trefferseite präsentiert werden. Oben erscheinen am häufigsten Produkte und Karten, in der Mitte Videos und Bilder und unten die Blogbeiträge.  Die Platzierung hat natürlich Einfluss auf die Wahrnehmung.

Die Kernfrage für jeden Website-Betreiber ist natürlich: Welche Auswirkungen hat Google Universal Search auf die Suchmaschinenoptimierung? Hierzu habe ich einige Thesen zusammengestellt, die ich in loser Folge in nächster Zeit überprüfen möchte.

  1. Für die einzelnen Kategorien von Google müssen eigens zugeschnittene SEO-Maßnahmen durchgeführt werden.
  2. Gerade der bereich des Deep Web und der Umgang von Google mit auslesbaren Datenbanken sollte stärker ins Blickfeld rücken.
  3. Die Wirkung der neuzusammengestellten SERPs muss in die Strategien berücksichtigt werden – auch die Änderung der Klickgewohnheiten: Ist es jetzt wichtiger ein  Bild zu platzieren, statt auf Nr. 1 zu kommen?

Und selbstverständlich freue ich mich auf eure Meinungen – das sind jetzt erst Arbeitshypothesen, die diskutiert werden sollten.